Verband will Sekundarschule schützen

Protest gegen Fünfzügigkeit

Mit großer Mehrheit hat der Schulzweckverband Legden-Rosendahl gegen die dauerhafte Fünfzügigkeit der Gesamtschule Gescher gestimmt.

LEGDEN/ROSENDAHL

von Von Manuela Reher

, 29.11.2013, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für den Schutz der Sekundarschule Legden-Rosendahl sprach sich der Schulzweckverband in seiner Versammlung aus.

Für den Schutz der Sekundarschule Legden-Rosendahl sprach sich der Schulzweckverband in seiner Versammlung aus.

Die Verbandsversammlung äußerte in ihrer jüngsten Sitzung im Rathaus in Osterwick große Besorgnis, dass Schüler aus Legden und Rosendahl in die Kalkulation aufgenommen worden sind. „Unsere Entscheidung dient dem Schutz unserer Sekundarschule und ist nicht gegen die Gesamtschule Gescher gerichtet“, betonte Verbandsvorsteher Friedhelm Kleweken, Bürgermeister von Legden, mit Nachdruck.

Selbst bei der angenommenen Übergangsquote von 80 Prozent könne die Gesamtschule in Gescher die Fünfzügigkeit ab dem Schuljahr 2016/17 nicht aus eigenem Schülerpotenzial sicherstellen. Ingrid Schulze Langenhorst, stellvertretende Schulleiterin der Sekundarschule Legden-Rosendahl, kommentierte: „Die Übergangsquote von 80 Prozent halte ich für illusorisch.“ Guido Lembeck (CDU) mahnte: „Wir sollten uns nicht den Weg verbauen, indem wir unsere Entscheidung gegen die Fünfzügigkeit der Gesamtschule Gescher mit einem Rekrutierungsproblem begründen.“ Tobias Espelkott ergänzte: „Vielleicht kommen wir selbst eines Tages in die Verlegenheit, Schüler aus Billerbeck für unsere Sekundarschule gewinnen zu müssen.“

Rosendahls Bürgermeister Franz-Josef Niehues meinte, die Gefahr, dass Schüler nach Gescher abgeworben werden könnten, bestehe nur, wenn ein Schulbus eingesetzt würde. Als Beispiel nannte er den Schulbus von Darfeld zur Gesamtschule nach Havixbeck. Vordringliches Ziel für die Sekundarschule Legden-Rosendahl sei es, die Dreizügigkeit zu erhalten. Zurzeit gibt es 533 Schüler, davon 82 in drei Klassen der Sekundarschule. 51 Lehrer – davon acht aus Förderschulen – unterrichten die Schüler, von denen 27 Förderbedarf haben. „Bereits unsere Hauptschule hat eine lange Tradition von Inklusion“, wies Ingrid Schulze Langenhorst auf den gemeinsamen Unterricht von leistungsstarken und -schwachen Schüler hin. Zwei neue Lehrerstellen seien ausgeschrieben. Auch die Stelle eines didaktischen Leiters werde es möglicherweise demnächst geben.

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