Wer darf zur Notbetreuung vor Weihnachten in die Schule? © Markus Gehring
Notbetreuung in Schulen

Verwirrung um Notbetreuung in Grundschule vor Weihnachten geklärt

Die Weihnachtsferien beginnen in diesem Jahr etwas früher als geplant. Das ist für einige Eltern, die berufstätig sind, eine Herausforderung. Dürfen die Kinder trotzdem in die Schule?

Die Ferien beginnen im Jahr 2020 zwei Tage eher als ursprünglich geplant. Die Kinder mag das freuen, sie können die vorweihnachtliche Zeit jetzt Zuhause genießen. Für viele Eltern führt diese Regelung allerdings zu neuen Fragen: Wohin mit meinem Kind, wenn ich trotzdem arbeiten muss? Darf ich mein Kind auch am 21. und 22. Dezember zur Schule bringen? Muss mein Kind einen Offenen-Ganztages-Platz (OGS) haben, damit es kommen darf?

Alle Kinder dürfen kommen

Silvia Florack ist Schulleiterin der Brigiden-Grundschule in Legden und hat Antworten auf diese Fragen. Dass es für viele Eltern nicht ganze eindeutig ist, wie sie sich verhalten sollen, kann Sivila Florack verstehen. „Ich finde im Kopf des Anschreibens vom Ministerium war das auch etwas unglücklich formuliert. Da muss man schon genau lesen“, sagt die Schulleiterin.

Auf die Frage, ob jetzt nur noch die Kinder zur so genannten „Notbetreuung“ kommen dürfen, die ohnehin im Offenen Ganztag sind, sagt sie: „Jein, es dürfen prinzipiell alle Kinder kommen.“ Es werden alle Kinder betreut, bei denen die Eltern eine Betreuung brauchen.

Die Kinder, die ohnehin nach dem Unterricht in die Offene-Ganztags-Schule rüber gegangen wären, die können auch weiterhin den ganzen Tag in der Schule bleiben, wenn sie denn angemeldet werden.

Keine Bescheinigung nötig

Kinder, die normalerweise nicht in der OGS sind, sondern nur bis mittags zum Schulunterricht kommen dürfen selbstverständlich auch zur Schule kommen, „aber nur so lange wie regulärer Unterricht gewesen wäre“, erklärt Silvia Florack.

Eine Bescheinigung vom Arbeitgeber oder Ähnliches müssen Eltern, die am 21. und 22. Dezember arbeiten müssen, nicht vorzeigen. Für alle Kinder, die an den beiden Tagen zur Schule kommen, gilt aber: Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich – egal ob sie in der OGS sind oder nicht. Das gilt für alle Grundschulen.

„Als wären keine Ferien“

„Im Prinzip ändert sich also nichts, die Kinder werden betreut, so als wären keine Ferien, nur dass es jetzt Notbetreuung heißt“, sagt Silvia Florack. Anders ist jetzt nur, dass kein Unterricht stattfindet, sondern Spiele gespielt werden und eine Anmeldung nötig ist.

Eltern, deren Kinder in die OGS gehen, können sich jetzt Zeiten wünschen, in denen ihre Kinder in die Schule gehen. Sowohl die Schulleitung als auch die Lehrkräfte sind an den beiden zusätzlichen freien Tagen für die Kinder in der Schule anwesend, „als wären noch keine Ferien“.

Hauptsache Anmeldung

Der Schulleiterin ist klar, dass viele Eltern so spontan keinen Urlaub mehr für die zwei Tage bekommen. Außerdem gebe es viele Berufe, bei denen gerade das Weihnachtsgeschäft und vor allem während der aktuellen Lage mit dem Lockdown, das Weihnachtsgeschäft noch mitgenommen werden muss.

„Und selbst wenn man spontan noch Urlaub bekommen hat, dürfen die Kinder trotzdem in die Schule kommen“, sagt Silvia Florack. Die Hauptsache ist, die Kinder sind angemeldet. So können Eltern noch letzte Besorgungen machen oder einfach die freie Zeit genießen. Weihnachtsvorbereitungen machen sich nicht von allein, das weiß auch die Schulleiterin.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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