Vom Fischer zum Star

Kinderbibelwoche

Stolz heben die Fischer das Netz in die Höhe. Sie lassen in den weißen Maschen kunterbunte Papierfische zappeln und lachen darüber. Keine Frage: Während der Kinderbibelwoche haben die 66 Mädchen und Jungen nicht nur dieses feine Gewebe geknüpft, sondern auch viele neue Freundschaften – unter anderem mit einem Mann, der schon seit 2000 Jahren tot ist: Simon Petrus.

LEGDEN

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 27.10.2011, 19:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sie knüpfen nicht nur neue Freundschaften, sondern auch ein gemeinsames Fischernetz: die 66 Kinder, die an der Kinderbibelwoche teilnahmen (auf dem Bild die Mädchen und Jungen des Kibi-Clubs).

Sie knüpfen nicht nur neue Freundschaften, sondern auch ein gemeinsames Fischernetz: die 66 Kinder, die an der Kinderbibelwoche teilnahmen (auf dem Bild die Mädchen und Jungen des Kibi-Clubs).

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So viel Spaß haben die Teilnehmer der Kibiwo

66 Mädchen und Jungen der gemeinde St. Brigida-St. Margareta haben an der Kinderbibelwoche teilgenommen. Im Mittelpunkt stand Simon Petrus.
27.10.2011
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Die Kinder haben einen dritten Hahn an der Kirche entdeckt - neben den beiden Hähnen auf den zwei Kirchturmspitzen.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Jede Gruppe hat ein Netz geknüpft. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
Zuhören, spielen und basteln: Das macht Spaß.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Zuhören, spielen und basteln: Das macht Spaß.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Zuhören, spielen und basteln: Das macht Spaß.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Zuhören, spielen und basteln: Das macht Spaß.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Zuhören, spielen und basteln: Das macht Spaß.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Zuhören, spielen und basteln: Das macht Spaß.© Foto Sylvia Lüttich-Gür
Pfarrer Christian Dieker (Hintergrund) und die fast 20 anderen erwachsenen und jugendlichen Begleiter frügstücken mit den Kindern. © Foto Sylvia Lüttich-Gür
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„Der war ein Freund von Jesus“, ruft ein Junge im Pfarrheim, „ein Jünger“, konkretisiert ein anderer. „Der hat als Fischer gearbeitet“, fügt ein Mädchen hinzu, „und später in der Kirche“ – als erster Papst. Was das für ein riesiger Karrieresprung war, können sich die Dritt- und Viertklässler noch gar nicht so richtig vorstellen. Dass der Mann aber eigentlich nicht gerade eine Idealbesetzung für die verantwortungsvolle Aufgabe war, vermitteln ihnen Pfarrer Christian Dieker, die fast 20 Katechetinnen und jugendlichen Helfer. Petra Heidbrink und Petra Werschbröcker sind zwei von ihnen. Petra mit Vornamen zu heißen, sei keine Voraussetzung gewesen, bei der vierten Legdener Kinderbibelwoche mitzumachen, erklären die beiden lachend. Aber es sei durchaus hilfreich. Der ähnliche Name vermittelt einmal mehr das Gefühl, dass dieser erste Stellvertreter Christi ein ganz normaler Mensch war – „wie du und ich“. Das zeigen die vielen Geschichten, die die Kinder hören – wenn sie nicht gerade basteln, malen, stille Post spielen, gemeinsam frühstücken oder draußen spannende Exkursionen unternehmen. Mal erleben sie Simon Petrus als felsenfest überzeugten Anführer, dann als mutlosen Angsthasen. Mal glüht er vor Verehrung für Jesus, dann verrät er ihn. Jeden Morgen um 8.45 Uhr geht es los – in sechs kleinen Gruppen, die alle einen eigenen Namen haben: Der Kibi-Club zum Beispiel oder eben die Fischer. Ab dann gibt es bis nach 12 Uhr keine Langeweile. Von der Begeisterung wollen die Kinder am Sonntag die ganze Gemeinde anstecken. Die Familienmesse, in der Simon Petrus im Mittelpunkt steht, beginnt um 10.30 Uhr.

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