Wo sind Baby Blue und Franz Kafka? Günter Cramer aus Stadtlohn sucht mit Christa Haverkock vom Korsoverein nach Dahliensorten, die er sich im Herbst ausgeguckt hat. © Andreas Bäumer
Knollenmarkt des Korsovereins

Vor dem Muttertag shoppen Besucher Knollen im Dahliengarten

Dahlienshoppen vor dem Muttertag hat Tradition in Legden. Deshalb bot der Korsoverein auch diesmal eine reichhaltige Auswahl an Dahlienknollen im Dahliengarten. Die Besucher dankten es.

Am Samstag warteten wieder verschiedenste Sorten Dahlienknollen im Dahliengarten auf Käufer, wie schon beim Pflanzenmarkt vor zwei Wochen. Diesmal verkaufte nur der Korsoverein Knollen, die ihnen der Dahliengärtner Wilhelm Schwieters zur Verfügung gestellt hat.

„Es ist übersichtlicher als sonst“, sagte der Vorsitzende des Vereins Norbert Haverkock. Nach dem Pflanzenmarkt habe der Verein aber viele Rückmeldungen bekommen. Vor allem Besucher von weiter her hatten den Pflanzenmarkt verpasst und freuten sich, dass es nochmal eine Chance zum Zugreifen gab. Der Tag vor Muttertag als Termin für den Knollenmarkt hat nämlich eine lange Tradition.

Auch Annette Bestert aus Südlohn kommt jedes Jahr hierher. Für sich selbst sucht sie Sorten mit roter und rostbrauner Blütenfarbe und großen Blüten, für ihre Freundin „alle Farbe außer gelb“. Eigene Knollen überwintert Bestert in ihrem Holzschuppen. „Das war in diesem Jahr zu kalt. Leider haben ein paar nicht überlebt“, bedauert sie. Doch auf dem Knollenmarkt findet sie Ersatz.

Knollenmarkt bringt ein paar Einnahmen für den Korsoverein

Rund 55 Dahliensorten stehen hier in vollen Kisten, die Knolle für zwei Euro. Die Pflanzengrößen reichen von 60 Zentimetern bis über einen Meter. Verschiedenste Blütenfarben und -formen sind zu finden. Die Einnahmen gehen an den Korsoverein, der durch den Ausfall des Korsos und anderer Veranstaltungen im vergangenen Jahr weniger eingenommen hat.

Das Team des Korsovereins auf dem Dahlienknollenmarkt (v.l.): Udo Feimann, Christa Haverkock, Lena Hüls, der Vorsitzende Norbert Haverkock und die Dahlienkönigin Nina die Erste Iking.
Das Team des Korsovereins auf dem Dahlienknollenmarkt (v.l.): Udo Feimann, Christa Haverkock, Lena Hüls, der Vorsitzende Norbert Haverkock und die Dahlienkönigin Nina die Erste Iking. © Andreas Bäumer © Andreas Bäumer

Die Haupteinnahmen des Vereins stammen aus dem Korso. „Das Geld für drei Jahre muss nun für sechs Jahre reichen“, sagt der Vorsitzende Haverkock. Der nächste Korso soll im September 2023 stattfinden. Auch bis zum 100-jährigem Jubiläum im Jahr 2026 planen Haverkock und der Vorstand schon. Am Samstag ist Haverkock aber einfach froh, dass beständig Besucher in Dahliengarten kommen.

Wichtig ist lockerer Boden, Sonne und kein Frost

Gut eine Handvoll Vereinsmitglieder bilden am Morgen das Marktteam. Auch die 13-jährige Dahlienkönigin Nina hilft gern. Vor kurzem hat sie ihre Namensdahlie New Nina in die Erde gebracht. Dafür hat sie sich einen warmen Fleck mit lockerem Boden im Garten gesucht. Sie hat die Knolle in eine flache Mulde gelegt und sie mit drei Fingerbreit Erde bedeckt und ein wenig angegossen.

Zwei bis drei Wochen wird es dauern, bis sich ein erstes Pflänzchen zeigt. Wenn die Dahlie so weit ist, sollte kein Frost mehr herrschen. Das müsse ein Dahlienfan für die Auswahl des Pflanzzeitpunktes im Kopf haben, verrät die Dahlienkönigin.

Sie kennt schon die weißen, großen Pompon-Blüten ihrer New Nina ist aber gespannt, wie sich die Sorte im Garten macht.

Mariola Zalwest sucht nach Dahliensorten mit offenen Blüten.
Mariola Zalwest sucht nach Dahliensorten mit offenen Blüten. © Andreas Bäumer © Andreas Bäumer

Für Mariola Zalwert aus Legden ist bei der Auswahl ihrer Dahliensorte wichtig, dass sie offene Blüten bilden, weil die Bienen so besser an den Nektar kommen. Aber auch die Wuchshöhe ist für sie entscheidend, weil sie die Pflanzen in ihrem Beet staffeln will. Sie schaut sich die Knollen genau an. Nur solche, die schon kleine Triebe zeigen, packt sie in ihre Tüte. Leider findet sie ihre Favoritin, die Zukunftslanddahlie nicht.

Groß soll sie sein und repräsentativ. Sarah und Matthias Schütter und ihre Tochter Nora finden Dahlienknollen für ihr Beet im Vorgarten.
Groß soll sie sein und repräsentativ. Sarah und Matthias Schütter und ihre Tochter Nora finden Dahlienknollen für ihr Beet im Vorgarten. © Andreas Bäumer © Andreas Bäumer

Aus dem Termin vor dem Muttertag ergibt sich, dass die Besucher auch für Mütter shoppen, oder für Großmütter. Bettina Dresemann und ihre Töchter Anna und Marie haben fünf Knollen der pfirsichfarbenen Pompondahlie Anna Cornel für die Großmutter in Stadtlohn gefunden. Vor allem der Name habe die Auswahl beeinflusst, gestehen die drei.

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