Wegen Coronakrise wird Kunstausstellung im Dahliengarten nicht erlaubt

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Viel Arbeit steckt in der Idee einer Kunstausstellung im Dahliengarten. Doch erst musste der „Tag der Gärten und Parks“ abgesagt werden, dann gab es keine Genehmigung für die Ausstellung.

Legden

, 04.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Dahliengarten-Team beteiligt sich immer am „Tag der Gärten und Parks“ und hatte für dieses Jahr eine besondere Idee entwickelt. Doch dann wurde die Veranstaltung wegen der Coronakrise vom LWL abgesagt. Eine Veranstaltung in abgespeckter Version war der zweite Plan. Auch der scheiterte.

Das kommende Wochenende, 6. und 7. Juni, hatte das Dahliengarten-Team um Angeika Hoffmann fest im Terminkalender eingeplant. Beim „Tag der Gärten und Parks“ wollte der Verein auch Besucher von außerhalb nach Legden locken. Neben der Gartenbesichtigung und fachkundigen Führungen, neben einem besonderen Kaffee- und Kuchenangebot sollte es eine Kunstausstellung geben.

Als Notlösung hatte der Verein versucht, die Veranstaltung auf eine freie Open-Air-Kunstausstellung zu reduzieren. „Aber auch diese Kunstausstellung müssen wir nun leider absagen, wir haben hierzu keine Genehmigung vom Ordnungsamt erhalten“, sagt Angelika Hoffmann. Die Sorge war offensichtlich zu groß, dass zu viele Menschen auf einmal in den Dahliengarten gekommen wären. Aufsicht und Kontaktpersonennachverfolgung wären schwierig geworden.

Künstler aus der Region wollten Skulpturen und eine Installation zeigen

„Wir bedauern es sehr, nach so viel Vorbereitungszeit, von der Idee, über die Planung und Abstimmung mit den Künstlern“, sagt Angelika Hoffmann. Künstler aus Winterswijk, Münster und Stadtlohn wollten sich mit Skulpturen und anderen Objekten beteiligen. Norbert Then aus Stadtlohn beispielsweise wollte eine Installation auf den Rasen setzen. Jetzt hofft der Verein, dass die Veranstaltung im September nachgeholt werden kann.

Auch andere Veranstaltungen stehen auf der Kippe. Offene Abendführungen am 14. und 28. August, das Wochenende der Dahlie am 22. und 23. August und ein besonderer Abend mit den Paten des Dahliengartens am 13. August stehen auf der Jahresplanung. Ob etwas davon zu realisieren ist, unter welchen Auflagen, das steht alles noch nicht fest.

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Ein Besuch im Dahliengarten lohnt sich trotzdem, so Angelika Hoffmann. Auch jetzt gibt es einiges Neues zu entdecken. Die ersten Dahlien blühen bereits. Bis weit in den Herbst hinein werden sie in vielen Formen und Farben zu bewundern sein.

Eine ungewöhnliche Lampe, Rosen-Obelisken und Schilder sind neu

Die Dahlien wurden schon in der Vergangenheit mit Schildern vorgestellt. Jetzt erhielten die Pflanzen in den Außenbeeten sowie die Bäume im Dahliengarten ihre botanischen Namensschilder. Von Heilkräutern, über Naschobst und diversen Küchenkräutern, wie Pimpernelle oder Thymian, von der Elfenblume über Lavendel bis zum Gewürzstrauch, über Buddlejas, bis hin zu dem Walnuss- und Maulbeerbaum gibt es viel zu entdecken. „Jeder Hobbygärtner kann hier Ideen mitnehmen für den eigenen Hausgarten“, so Angelika Hoffmann.

Der Verein Dahliengarten Legden hat weiter investiert, um den Garten zu verschönern und zu bereichern. Am neuen Pavillon fällt jetzt eine neue einzigartige Lampe mit einem Dahlienmotiv und dem Logo-Schriftzug „Dahliengarten Legden“ auf, die von der Legdener Firma Effkemann gefertigt wurde. Außerdem wurden zwei Rosen-Obelisken eingebracht. Sie sind für die Kletterrosen, die früher in der Nähe der Apotheke standen und bei der Umgestaltung der Hauptstraße vom Dahliengarten-Team gerettet und umgepflanzt wurden.

  • Mit den ersten Lockerungen in der Corona-Zeit hat auch der Dahliengarten seine Pforten wieder geöffnet, seit dem 1. Juni für die Sommermonate täglich von 8.30 Uhr bis 21 Uhr.
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