An der Brigidenschule soll schon als Übergangslösung ein Pavillon-Kindergarten entstehen. © Markus Gehring
Pavillon Brigidenschule

Wegen wachsender Kinderzahl: Vorübergehender Pavillon-Kindergarten geplant

Es ist keine langfristige Lösung, denn ein zusätzlicher Kindergarten muss auf Dauer in Legden her. Aber bis es so weit ist, soll es eine Übergangslösung geben: einen Pavillon-Kindergarten.

Die Kindergärten in Legden können mit der wachsenden Kinderzahl in Legden nicht mehr mithalten. Geplant ist deshalb ein weiterer Kindergarten in Legden. Der ist allerdings nicht von heute auf morgen zu erwarten, deshalb muss ein Provisorium her.

„Vor wenigen Wochen kristallisierte sich heraus, dass in Legden auf Grund der Ermittlung durch den Kreis Borken und steigender Kinderzahlen kurzfristig ein weiterer Kindergarten zu errichten sei“, heißt es in der Beschlussvorlage der Gemeinderatssitzung zu Montag, 17. Mai. Neben dem seitens des Kreises Borken durchgeführten Trägersuchverfahren und der intensiven parallelen Suche nach einem geeigneten neuen dauerhaften Standort sei auch nach einer Alternative für eine Übergangslösung gesucht worden.

Übergangslösung ist Pavillon an Brigidenschule

Nach den Begehungen, Abwägungen, Brandschutzbelangen, Aufwandsanalysen und Machbarkeitsüberlegungen habe sich die Pavillonanlage am Legdener Standort der Brigidengrundschule als am besten geeignet herausgestellt.

Da der Pavillon aufgrund des reduzierten Nutzungsbedarfs und wegen Sanierungsbedarfs geleert wurde, biete sich dieser als Übergangslösung an. Das sah auch der Gemeinderat so. Berthold Langehaneberg von der CDU stimmte dem von der Verwaltung vorgestellten Vorhaben zu. Er betonte allerdings, dass die Zeit dränge und man einen Standort für eine langfristige Lösung finden müsse.

Übergangslösung für ein Jahr

Und damit liegt er nicht falsch, denn die Übergangslösung im Pavillon an der Brigidenschule „soll temporär während der Bauphase einer neuen Vier-Gruppen-Kindertagesstätte für möglichst maximal ein Jahr zur Verfügung gestellt werden.“ So steht es in den Sitzungsunterlagen.

Aus den leerstehenden Pavillons an der Brigidenschule soll bald eine Übergangslösung für eine Kita entstehen.
Aus den leerstehenden Pavillons an der Brigidenschule soll bald eine Übergangslösung für eine Kita entstehen. © Foto: von Wangenheim © Foto: von Wangenheim

Deshalb habe man seitens der Verwaltung bereits ein mit dem Büro Scharlau zusammen erarbeitetes Konzept für eine 1,5-Gruppen-Einrichtung (Ü3 und U3) dem Kreisjugendamt zur Freigabe vorgelegt. Diese erfolgte bereits und parallel werden schon die Bauantragsunterlagen erarbeitet.

Mehrere Standorte für neue Kindertagessstätte im Auge

Für ein „Provisorium“ wurden 75.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Insgesamt wurden bisher Aufträge vergeben, deren Kosten sich brutto auf 50.000 Euro belaufen. Für weitere notwendige Arbeiten werden mindestens weitere 20.000 Euro geschätzt.

So könnte der provisorische Kindergarten im Pavillon an der Brigidenschule von außen aussehen.
So könnte der provisorische Kindergarten im Pavillon an der Brigidenschule von außen aussehen. © Gemeinde Legden © Gemeinde Legden

Bürgermeister Dieter Berkemeier antwortete auf die Frage von Berthold Langehaneberg, wie weit man mit der Suche nach einem Standort für einen weiteren Kindergarten sei: „Wir klären das gerade. Wir haben mehrere Standorte im Auge und sind mit dem Kreis im Gespräch.“

Was passiert danach mit dem Pavillon?

Gerd Heuser von der UWG in Legden nannte das Provisorium „eine pragmatische Lösung“. Auch Sigrid Goßling von der SPD ist froh, dass eine Lösung in Sicht ist. Sie hatte aber eine Frage: „Was passiert mit dem Pavillon, wenn er nicht mehr als Übergangslösung genutzt wird?“

Darüber habe man sich bei der Verwaltung ebenfalls schon Gedanken gemacht. Dieter Berkemeier merkte an, dass man den Pavillon als Flüchtlingsunterkunft nutzen könne, oder auch in der Offenen Ganztagsschule. Zum Ende des Tagesordnungspunktes meldete sich Bruno König von der UWG noch zu Wort und wies auf die Verkehrssituation an der Brigidenschule hin. Da müsse man noch einmal drüber sprechen.

Diese Äußerung stieß auf Zustimmung bei den anderen Ratsmitgliedern und der Beschlussvorschlag, den Pavillon der Brigidenschule zur Übergangslösung zu machen, wurde einstimmig beschlossen. Ebenso wurde beschlossen, dass die Vergaben aufgrund der Dringlichkeit durch den Bürgermeister weiter sukzessive bis zu einer Summe von 75.000 Euro brutto vergeben werden können.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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