Weniger Gäste haben in Legden übernachtet, Fackelwanderungen sind beliebt

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Die Übernachtungszahlen sind 2019 zurückgegangen. Die Bilanz von Josefa Hemker zur Arbeit von Touristik Legden & Asbeck fällt dennoch nicht negativ aus.

Legden

, 23.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2019 haben 32.210 Gäste in Legden übernachtet. Das sind 21,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Gästeübernachtungen ging zurück und das um 10,1 Prozent. 61.707 Übernachtungen führt die Statistik auf. Durchschnittlich blieben die Gäste 1,9 Tage. Dabei werden die fünf Beherbergungsbetriebe erfasst, die mehr als zehn Betten haben.

Josefa Hemker, Geschäftsführerin von Touristik Legden & Asbeck, ist dennoch nicht unzufrieden. Kreisweit liegt Legden auf Platz vier und das direkt hinter den viel größeren Städten Gronau, Bocholt und Borken. Auch im Kreis, so Josefa Hemker, sind die Zahlen rückläufig, wenn auch nicht so sehr wie in Legden.

Die Touristik-Expertin hat noch mehr Zahlen: 2019 buchten 44 Gruppen mit 259 Personen die Übernachtung über die Touristik Legden & Asbeck. 2018 waren es 71 Gruppen mit 514 Personen. „Das meiste läuft inzwischen über die großen Buchungsportale“, erläutert Josefa Hemker. Über das Büro in Legden buchten 2848 Gäste in 156 Gruppen von der Übernachtung bis zu individuellen Tagesausflügen.

Fackelwanderungen enden in Restaurants

Sehr beliebt bei den Tagesangeboten sind die Fackelwanderungen in Legden und Asbeck. Rund 1100 der insgesamt knapp 1500 Gäste wählten dieses Angebot. „Das kommt sehr gut an“, sagt Josefa Hemker. Da diese unterhaltsamen Wanderungen im Dunkeln in einem Restaurant bei einem münsterländischen Essen enden, profitiert auch die heimische Gastronomie. Für den Herbst liegen jetzt schon wieder etliche Anfragen vor.

Ein wichtiger Anziehungspunkt bleibt der Dahliengarten in Legden. Viele Radgruppen aus der näheren und weiteren Umgebung legen hier eine Pause ein. Über Touristik Legden & Asbeck buchten 15 Gruppen mit 426 Personen den Besuch des Dahliengartens mit dem Programm „Beschwingt durchs Dahlienmeer & mehr“.

Freiherr von Oer führte über die Egelborg

Erstmals gab es 2019 Führungen auf Haus Egelborg, die Hausherr Clemens Freiherr von Oer übernahm. Er erzählte ausführlich über die Entstehung der Burganlage und über das frühere Leben dort. „Die acht Führungen waren innerhalb von wenigen Tagen ausgebucht“, so Josefa Hemker. „Wir hätten gut noch mehr anbieten können“, sagt sie. Es gibt aber bereits Verabredungen, die Führungen zu wiederholen. Dann will Clemens von Oer auch eine Weinprobe integrieren.

Die Familie Althaus öffnete bei den Gartentagen ihre Türen zu einem Rosenparadies.

Die Familie Althaus öffnete bei den Gartentagen ihre Türen zu einem Rosenparadies. © Andreas Bäumer

Ein voller Erfolg waren im vergangenen Sommer auch die Gartentage. Am 29. und 30. Juni haben mehr als 1000 Besucher die vier Gärten von Legdener Familien und im Burghof der Egelborg besichtigt. Zum ersten Mal wurden Ortseingangsschilder entworfen, die auf diese Veranstaltung hinweisen.


Vogelschießanlage wird oft besucht

Zum touristischen Angebot Legdens zählt auch die Vogelschießanlage. Sie wurde gut angenommen. 329 Personen haben an einem Vogelschießen auf der Anlage teilgenommen. Josefa Hemker erwartet, dass sich die Nachfrage zu einem späteren Zeitpunkt wieder einstellen wird. Es wurden neben Franz Deggerich zwei weitere Schießwarte verpflichtet.

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Noch mehr wurde 2019 bei Touristik Legden & Asbeck gebucht: Pengel-Anton-Fahrten, Ballonfahrten, Segway-Touren und die Bauchredner-Dinner-Show mit Master Me und einem Drei-Gänge-Menü im Landhotel Hermannshöhe.

Für dieses und das kommende Jahr wird ein Thema die Planung und Einführung des Knotenpunktsystems im Münsterland sein. Ab 2021 soll das bei den niederländischen Nachbarn schon seit Jahren gebräuchliche Knotenpunktsystem für Radfahrer auch im Kreis Borken an den Start gehen. Das System

ermöglicht eine einfache Routenführung über Zahlen. Hier hat auch Legden schon konkrete Vorschläge zu Verläufen der Touren gemacht.

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