Wenn der Tod seinen Schrecken verliert

Fotoausstellung eröffnet

LEGDEN Alter – Tod – Emigration – was hat das alles mit einander zu tun? Die Fotoausstellung „Einundsiebzig“ mit von Hand auf Baritpapier abgezogenen, eindrucksvollen schwarz-weißen Bildern von Noreen Maria Akhtar gibt darauf Antworten. Sie hat ihren 71-jährigen Großvater acht Wochen lang bis zu seinem Tod im Legdener Altenwohnhaus mit der Kamera begleitet.

von Von Maria Bütterhoff

, 13.10.2009, 12:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Besucher lassen sich auf die eindrucksvollen Bilder von Noreen Akhtar (r.) ein.

Die Besucher lassen sich auf die eindrucksvollen Bilder von Noreen Akhtar (r.) ein.

Die Bilder, im nachhinein betrachtet, haben der Fotografin geholfen, Abschied zu nehmen und den Tod aus einer anderen Sicht zu sehen. Wilhelm Winter, Leiter des Altenwohnhauses, hofft, dass mit dieser Ausstellung der Tod aus dem „Abseits“ heraus geholt wird. Der Tod und die Sterbebegleitung, die immer mehr an Bedeutung gewinne, sollen ihren Schrecken verlieren und den Betroffenen die Angst genommen werden. „Die Geburt und der Tod gehören zum Leben, darum ist die Auseinandersetzung damit wichtig, um den Tod, der als letztes kommt, anzunehmen.“   Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober zu sehen, die Kapelle ist ständig geöffnet.

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