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Widerstand gegen Verdichterstation in Legden bleibt

mlzOpen Grid Europe

Der Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe hat Legdener und Rosendahler Bürger nach Stolberg und Köln-Porz eingeladen. Es wurde heiß diskutiert.

Legden

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Für Rainer Bergemann aus der Bürgerinitiative „Verdichterstation – Nein danke“, steht fest: „Eine Verdichterstation hat in Legden nichts zu suchen.“ Diese Meinung hat sich auch nicht nach einer Informationsfahrt geändert, zu der Open Grid Europe (OGE) eingeladen hatte.

Zwei Verdichterstationen in Stolberg bei Aachen und in Köln-Porz waren am Samstag das Ziel einer Gruppe mit Mitgliedern der Bürgerinitiative, Vertretern aus Rat und Verwaltung aus Legden und Rosendahl und interessierten Bürgern. In Stolberg werden die Turbinen mit Gas angetrieben, in Porz elektrisch.

Neben der allgemeinen Information zu Bedeutung und Funktion einer Verdichterstation erläuterten die Vertreter der OGE auch technische Details. Während der Führung über die Betriebsgelände und durch die Betriebsgebäude gab es immer wieder Gelegenheit für Fragen. Inhalte waren hierbei insbesondere Sicherheit, generelle Notwendigkeit, Auslastung sowie Dimension der Anlagen.

Kritische Diskussionen beim Vor-Ort-Besuch

Es wurde kritisch diskutiert, so berichtet es Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Erst auf der Anlage selbst wurde deutlich, wie groß eine solche Verdichterstation ist. „Das sieht sehr industriell aus“, so Kleweken, „es wird alles sprengen, was wir bisher in Legden haben.“ Und noch etwas wurde klar: Die Turbinen sind längst nicht alle unentwegt im Einsatz.

Eine Tatsache, die vor allem die Bürgerinitiative aufhorchen lässt. „Ich verstehe nicht, warum eine Verdichterstation gebaut werden soll, wenn man weiß, dass sie nicht ausgelastet wird“, so sagt Rainer Bergemann und erzählt, dass in Stolberg eine Verdichtereinheit bereits drei Jahre lang nicht gelaufen sei.

Er und seine Mitstreiter drängen nach wie vor auf Bündelung. Er verweist auf die Verdichterstation Ochtrup und die Kavernen des Epe-Gasspeichers. Der Widerstand gegen die Verdichterstation soll fortgesetzt werden. Dazu will die Initiative auch ins Gespräch mit der Bundesnetzagentur kommen.

Bau im Süden hat bereits begonnen

Open Grid Europe informierte zum aktuellen Stand der Verdichterstation, die im Haulingort in unmittelbarer Nähe der neuen Zeelink-Ferngasleitung und der Leitung 63 gebaut werden soll. Der Bau der Zeelink-Leitung hat bereits im Süden begonnen. Sie führt von der deutsch-belgischen Grenze bis Legden.

Im Haulingort sollen zwei Verdichtereinheiten entstehen, die mit Gasturbinen angetrieben werden. Im Herbst soll der Gesamtantrag eingereicht werden. Baubeginn soll im zweiten Halbjahr 2020 sein. Die Inbetriebnahme ist für 2023 geplant.

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