Wie es am Eröffnungstag bei Edeka Steiner in Legden aussieht

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Die Parkplätze voll, Schlangen an den Kassen – gefühlt ganz Legden hat am Donnerstag den neuen Edeka Steiner am Fliegenmarkt besucht. Am Eröffnungstag gab es einiges Neues zu entdecken.

Legden

, 24.10.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Schlange an der Fleischtheke des Edeka-Markts Steiner ist lang. Hier wartet auch Ingrid Scharlau. In der Hand hält sie eine der Pfand-Dosen. „Ich hab davon in der Zeitung gelesen“, erzählt sie. Eine gute Idee, um Plastikmüll zu vermeiden, so sagt sie. Am Eröffnungstag des Lebensmittelmarktes will sie erstmals Fleisch ohne große Plastikverpackung einkaufen. Andere Kunden lesen sich die Flyer durch, sind noch skeptisch.

„Das gibt es sonst hier noch nicht“, sagt Willy Steiner. Am Eröffnungstag ist er wie andere Mitglieder der Familie vor Ort, beobachtet zufrieden den Strom der Kunden. Die ersten Kunden warteten schon kurz vor 8 Uhr am Fliegenmarkt vor den Türen.

Wie es am Eröffnungstag bei Edeka Steiner in Legden aussieht

Willy Steiner mit seiner großen Familie © Ronny von Wangenheim

Im Markt in Neuenkirchen hat sich das Mehrwegsystem für Fleisch und Aufschnitt schon gut durchgesetzt, so Willy Steiner. Auch in Legden haben am Eröffnungstag mehrere Kunden eine Dose mitgenommen.

Gewürztes Fleisch darf nicht in die Mehrwegdose

Ingrid Scharlau erhält allerdings erst mal einen Dämpfer im umweltbewussten Handeln. Gyros, das sie kaufen will, darf nicht einfach so in das Gefäß, genauso wenig wie andere gewürzte oder marinierte Ware. „Das bekommt man nicht mehr einwandfrei sauber“, erläutert Verkäuferin Marta Schellroth und gibt Gyros erst in eine Tüte und dann in die Dose.

Bei ihrem nächsten Einkauf wird Ingrid Scharlau die Dose in eine Box legen und dann eine neue Dose an der Fleisch- oder Wursttheke bekommen. Drei Größe gibt es, die auch bei jedem Einkauf beliebig geändert werden können.

Wie es am Eröffnungstag bei Edeka Steiner in Legden aussieht

Martin Soete testet die Selbstbedienungskasse und kann auf die Unterstützung von Helga Elfering setzen. © Ronny von Wangenheim

Neu sind zwei Self-Scanning-Kassen. Martin Soete winkt erst ab, lässt sich dann aber doch einweisen. „Bitte scannen Sie eine Artikel“, meldet die Kasse. „Ich mach ja schon“, reagiert Soete und lacht. Stück für Stück zieht er seine Waren über den Scanner und legt sie dann in einen großen Korb.

Am Ende wird mit Karte bezahlt. Das klappt zwar erst im zweiten Anlauf, wobei eine Mitarbeiterin hilft. Aber wenn Schlangen an der Kasse lang sind, wird Martin Soete diesen Weg wohl öfter nutzen. Auch er findet den neuen Markt großzügig. Lediglich eine Kritik hat er. Ihm fehlen von weitem sichtbare Schilder über den Regalen zur Orientierung.

Mehr Drogeriewaren vor allem für junge Eltern

Etliche Mütter mit Kinderwagen sind im Markt unterwegs. Werden sie jetzt die notwendigen Produkte für ihre Kinder finden? Carolin Elfering hat ihre Zwillinge dabei. Bisher musst sie immer zum Drogeriemarkt nach Ahaus oder Coesfeld fahren. „Die täglichen Dinge werde ich sicher hier kaufen“, sagt sie. Doch erst werden Preise verglichen. Bei den Pampers stimmt der schon mal. Die Großpackungen, die sie als Zwillingsmutter gerne kauft, hat sie allerdings noch nicht entdeckt.

Wie es am Eröffnungstag bei Edeka Steiner in Legden aussieht

Carolin Elfering begrüßt, dass das Angebot im Drogeriebereich vergrößert wurde. Für ihre Zwillinge vermisste sie allerdings noch Windel-Großpackungen. © Ronny von Wangenheim

Das Pampers-Angebot studiert hat auch Friedhelm Kleweken. Das erzählt er, begleitet von Gelächter, beim Eröffnungsabend am Mittwoch den Ehrengästen. Weil die Legdener einen Drogeriemarkt vermissen, hat der Bürgermeister im Vorfeld in Gesprächen mit Willy Steiner und der Firma Stroetmann in Münster diesen Punkt angemahnt. In seiner kurzen Ansprache begrüßt er aber auch, dass neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Max Stroetmann weist auf die lange Tradition hin, die das in Münster ansässige Familienunternehmen als Großhandelspartner der Edeka mit Legden verbindet. Schon vor 40 Jahren habe man mit der Familie Heeks, heute noch Eigentümer der Fläche, zusammengearbeitet, damals war das Geschäft am jetzigen Interimsstandort an der Hauptstraße. Und auch mit dem Marktbetreiber Willy Steiner gibt es eine lange Verbindung. So kam jetzt auch die Standortplanung aus Münster.

Wie es am Eröffnungstag bei Edeka Steiner in Legden aussieht

Die Belegschaft von Edeka Steiner am Eröffnungsabend © Ronny von Wangenheim

Resonanz der Gäste am Eröffnungstag ist sehr gut

Viele positive Worte gibt es an diesem Abend. „Mal ehrlich, welch ein kleiner Ort wie Legden hat so einen Markt“, sagt SPD-Ratsfrau Sigrid Goßling und ist mit diesem Urteil nicht alleine. Die enorm schnell Bauzeit ist immer wieder Gesprächsthema. Nur 176 Tage war der Markt am Fliegenmarkt geschlossen, so betont es auch Willy Steiner, dass der Markt weit früher als geplant wieder eröffnet werden konnte.

Auch Stefan Fleige, Filialleiter der benachbarten Sparkasse, ist zufrieden. Er freut sich über die neue Parkplatzsituation und rechnet jetzt auch wieder mit mehr Laufkundschaft in seinem Geldinstitut. „Vor allem ältere Menschen holen erst Geld und gehen dann einkaufen“, berichtet er.

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Pfarrer Axel Heinekamp überreichte Willy Steiner ein Kreuz. Zuvor hatte er den Bau gesegnet. © Ronny von Wangenheim

Frequenzbringer für das Dorf

„Der Lebensmittelmarkt ist ein Frequenzbringer für das Dorf.“ Auch das sagt Friedhelm Kleweken an diesem Abend. Nicht nur die Legdener, auch Kunden aus Holtwick sind bereits am ersten Tag im Markt unterwegs.

Wie es am Eröffnungstag bei Edeka Steiner in Legden aussieht

Weil er's... so beginnen etliche Werbesprüche von Edeka Steiner. © Ronny von Wangenheim

Benjamin Steiner, der am Eröffnungstag vom Markt in Neuenkirchen nach Legden gekommen ist, kann sich gut vorstellen, dass der Markt auch für Ahauser interessant sein kann. Gemüse- und Obstauswahl oder das Weinsortiment nennen er und sein Vater Willy Steiner selbstbewusst. Willy Steiner: „Das ist ein Sortiment hier, dass man in Ahaus nicht finden kann.“

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