Knut Kasche, Schulleiter der Paulus-van-Husen-Schule, begrüßt die verbindliche und klare Linie der Landesregierung. © Bastian Becker
Coronavirus

Wie es im Lockdown an der Paulus-van-Husen-Schule weitergeht

Corona hat das (öffentliche) Leben weiterhin fest im Griff. Der Lockdown wurde verlängert. Davon betroffen sind auch Schulen. Wie also geht es jetzt an der Paulus-van-Husen-Schule weiter?

Interpretationsspielraum gibt es keinen. „Ich begrüße es sehr, dass die Landesregierung deutlich gemacht hat, was sie fordert und dass sie eine verbindliche und klare Linie fährt“, urteilt Knut Kasche, Leiter der Paulus-van-Husen-Schule mit Standorten in Legden und Osterwick. Die Erlasse seien eindeutig: Kein Präsenzunterricht bis mindestens Ende Januar, dafür Lernen auf Distanz und Betreuung nur im äußersten Notfall. „Und dieser Plan sollte konsequent verfolgt werden“, so Kasche.

Auch an der Paulus-van-Husen-Schule werden die Anweisungen des Landes ab Dienstag umgesetzt. Der Montag werde noch für Organisatorisches genutzt, unter anderem wollen sich die Lehrer mit den Schülern in Verbindung setzen und den Unterrichtsbeginn vorbereiten. Die Beschulung – ausschließlich online über das Portal Teams – startet dann am Dienstag.

Klarer Stundenplan für den Unterricht auf Distanz

„Der Unterricht läuft nach einem angepassten Stundenplan von der ersten bis zur sechsten Stunde, montags und mittwochs auch am Nachmittag“, macht der Schulleiter unmissverständlich deutlich, und ergänzt: „Für die Schüler besteht eine klare Verbindlichkeit zur Teilnahme am Unterricht.“ Die jeweiligen Fachlehrer würden die Stunden mit Inhalten füllen. Wie der Unterricht im Einzelnen aussieht liege, wie im Präsenzunterricht auch, in den Händen der Lehrkräfte.

„Beispielsweise kann der Sportlehrer seinen Schülern Aufgaben an die Hand geben und dann nach draußen schicken“, beschreibt Knut Kasche die kommenden Wochen. Das sei eine gute Abwechslung, denn auch Kasche – selbst Familienvater – weiß, dass es „extrem anstrengend“ ist, den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen. Deshalb werde es auch Einheiten geben, in denen die Schüler mit Aufgaben versorgt werden und diese offline erledigen können. „Die Lehrer bleiben aber jederzeit ansprechbar.“

Die Schulleitung erwartet in den kommenden Wochen, dass auch Schüler und Eltern ihren Beitrag leisten und sich selbst organisieren: „Es muss einfach viel in Eigenregie laufen“, betont Knut Kasche. Auch hier sei er sich um die „Doppelbelastung“ bewusst.

Leistungen im Distanzunterricht werden benotet

Klassenarbeiten gebe es bis Ende dieses Monats nicht, trotzdem werde die Teilnahme am Unterricht benotet. Klassengespräche, das Abhalten von Referaten und Gruppenarbeit seien über das Online-Portal möglich. „Man kann also Leistung erbringen“, so Kasche, der sich darüber freut, dass die Digitalisierung mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass der Unterricht ohne größere Probleme online stattfinden könne.

Für Elternhäuser, in denen nicht für jeden Schüler ein Endgerät zur Verfügung gestellt werden kann, sei die Schule behilflich. „Bei Problemen sind wir jederzeit ansprechbar, bieten unsere Unterstützung an und finden individuelle Lösungen“, versichert der Schulleiter. Aber auch hier müsse jeder seinen Teil beitragen.

Eine Betreuung für Schüler der fünften und sechsten Klassen werde eingerichtet, „diese soll aber nur im äußersten Notfall genutzt werden“, so Kasche. Die Schüler vor Ort verfolgten in betreutem Rahmen den Distanzunterricht.

Trotz der Umstände blickt Kasche zuversichtlich und mit Optimismus in die kommenden Wochen: „Es ist zum Glück kein Dauerzustand. Wir werden das gemeinsam hinbekommen.“

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