Wie sollen freie Flächen in Legden und Asbeck genutzt werden?

Flächenpool NRW

Die Gemeinde Legden ist im Projekt „Flächenpool NRW“. Bürgermeister Friedhelm Kleweken erhofft sich einen fundierten Blick von außen auf freie und brach liegende Flächen im Gemeindegebiet.

Legden

, 24.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie sollen freie Flächen in Legden und Asbeck genutzt werden?

In Legden verschwinden die Hochspannungsmasten. Bald werden hier Erdkabel gelegt oder sogar ein Tunnel für die neue Höchstspannungsleitung gebaut. Damit können auch einige Flächen eine neue Bestimmung bekommen. © Ronny von Wangenheim (Archiv)

Die Gemeinde Legden ist sicher nicht die größte an Fläche im Vergleich zu anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Aber auch dort machen sich Verwaltung und Kommunalpolitiker Gedanken um den Verbrauch und die Nutzung von Flächen. Umso mehr ist Bürgermeister Friedhelm Kleweken davon angetan, dass die Bewerbung des Dahliendorfs um die Teilnahme an dem landesweiten Verfahren „Flächenpool NRW“ positiv beschieden wurde: „Wir haben uns beworben und gefreut, dass wir als kleine Gemeinde mitmachen dürfen.“

Worum geht es in dem „Flächenpool NRW“? Im Grunde um die Aktivierung von ungenutzten Flächen. Hilfe gibt es vom Land dabei fachlich, logistisch und finanziell, wie der Bürgermeister im Gespräch mit der Redaktion zusammenfasste.

Legden, Vreden und Dülmen aus dem Münsterland

Bei ihrem Besuch der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der vergangenen Woche das Ergebnis des fünften Auswahlverfahrens zur Aufnahme in den Flächenpool NRW bekannt gegeben: 12 neue Kommunen sowie eine Regelkommune wurden mit insgesamt 25 Standorten in das Verfahren aufgenommen.

Auch Vreden und Dülmen sind neben Legden aus dem Münsterland dabei. Es gehe um über 255 Hektar Fläche und über 300 Eigentümer, teilte die Landesinitiative in ihrer Pressemitteilung mit.

Ziel der Initiative: Standorte aktivieren

Mit dem Flächenpool NRW will das nordrhein-westfälische Bauministerium die Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden des Landes weiter stärken. Die Landestöchter NRW-Urban und Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEG NRW) unterstützen die Kommunen vor Ort – wenn es um die Aktivierung von Standorten geht, die ihre frühere Nutzung verloren haben oder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Bürgermeister Friedhelm Kleweken führt als Beispiel für solche Flächen in Legden freie Grundstücke in der Ortslage und jene an, die künftig über dem Erdkabel liegen. Die Trasse führt über den Ortsrand und durch Siedlungsflächen. Dort, wo jetzt noch die Masten stehen, wird eine Freifläche entstehen. Eine Machbarkeitsstudie könnte sich der Bürgermeister vorstellen. Dabei könne es um Wohnbauland oder Gewerbe gehen.

Erste Gespräche stehen an

Zudem sollen mithilfe der Experten aus der Initiative Flächenpool private Eigentümer, Kommunen und übergeordnete Behörden an einen Tisch gebracht werden. Friedhelm Kleweken setzt auf die Vorteile, die der fachliche Blick von außen auf die Freiflächen in Legden und Asbeck bringen kann. In den nächsten Wochen stünden erste Gespräche an – dann könne er Konkreteres sagen, so der Bürgermeister.

  • Die ausgewählten Städte und Gemeinden erhalten Unterstützung dabei, brachgefallene oder untergenutzte Flächen in Kooperation mit den Eigentümern zu untersuchen und einer neuen Nutzung zuzuführen.
  • Ausgewählt für die fünfte Runde des Regelbetriebs wurden die Städte und Gemeinden: Duisburg, Dülmen, Erftstadt, Gladbeck, Haan, Legden, Lotte, Meckenheim, Ratingen, Schwelm,Unna und Vreden.
  • Mit dem Flächenpool NRW will das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) die Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens weiter stärken.
  • Die Landestöchter NRW.URBAN und BahnflächenEntwicklungsGesellschaft (BEG NRW) unterstützen die Kommunen vor Ort – wenn es um die Aktivierung von Standorten, die ihre frühere Nutzung verloren haben oder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, geht.
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