Wiese soll auf den Hund kommen

Legden Bello, Waldi und Ben müssen seit Mitte vergangenen Jahres im Legdener Innenbereich an der Leine Gassi gehen - egal, ob Schoßhündchen oder Kampfhund. "Nachdem wir die Hundehalter so reglementiert haben, müssen wir jetzt auch etwas für sie tun", fordert die UWG und schlägt den Bau einer Hunde-Wiese vor.

02.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Entsprechende Mittel für eine solche Investition - im Gespräch waren rund 20 000 Euro - solle der neue Haushalt 2008 zur Verfügung stellen, forderten die Unabhängigen in der letzten Ratssitzung des Jahres. Bei den anderen Fraktionen stieß dieses Ansinnen allerdings auf wenig Gegenliebe: "Dafür ist nun wirklich kein Bedarf, schließlich kann man seinem Hund ja im Außenbereich Auslauf verschaffen", brachte Berthold Langehaneberg, Sprecher der CDU-Mehrheitsfraktion, die Vorbehalte auf den Punkt.

Zwanglos toben

Heinz Gausling, Fraktionssprecher der UWG, sah das anders: "Die Hundebesitzer brauchen eine zentrale Anlaufstelle, wo ihre Vierbeiner sich frei und zwanglos bewegen und austoben können." Der zwanglose Kontakt mit anderen Hunden aller Rassen und Größen habe ein besseres Sozialverhalten der Vierbeiner zur Folge, "und daran ist uns doch gelegen".

Dass der Außenbereich für diese Art Kontaktpflege nur bedingt in Frage komme, betonte Gauslings Fraktionskollege Willi Heuser: "Die Jäger bedanken sich, wenn Sie ihre Hunde im Außenbereich einfach frei laufen lassen."

Neben den grundsätzlichen Zweifeln am Sinn einer Hundewiese führten Mitglieder der beiden anderen Fraktionen auch Bedenken zur praktischen Umsetzung an: "Wir haben schon Probleme mit Anliegern, wenn wir irgendwo einen Spielplatz errichten wollen", erinnerte Sigrid Goßling (SPD), "beim Bau eines Hundeplatzes werden die wohl noch größer sein".

Eingezäunter Bereich

"Hundeplatz, "Hundewiese", "Spielwiese" oder gar "Hunde-Kommunikationszentrum": Die UWG-Mitglieder bemühten gleich eine ganze Reihe von Begriffen, um zu benennen, was Legden ihrer Meinung nach benötige. Das machte die Diskussion nicht leichter. "Ich dachte, Hundeplätze seien Einrichtungen von Vereinen", so Sigrid Goßling (SPD). Da bräuchte sich Politik doch nicht einzumischen.

Um der Begriffsverwirrung vorzubeugen, definierte Reimund Vinkelau (UWG), an was seine Fraktion denke: "Eine eingezäunte, ausreichend große Fläche - mehr nicht." Zu viel schon, wie SPD und CDU meinten. Sie lehnten den Antrag ab. sy-

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