Wildbienen-Lehrpfad soll am Asbecker Mühlenbach entstehen

Gespräche mit der Gemeinde

Am Asbecker Mühlenbach soll ein Wildbienen-Lehrpfad entstehen. Dafür setzen sich Birgitt und Jürgen Kruse ein. Und haben bereits viele Mitstreiter gefunden. Jetzt gab es Gespräche mit der Gemeinde Legden.

LEGDEN

, 25.05.2016, 16:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wildbienen-Lehrpfad soll am Asbecker Mühlenbach entstehen

Jürgen und Birgitt Kruse sind dabei, in ihrem Garten eine Wildbienenwand aufzubauen und haben dazu spezielle Bienensteine aus Ton, seitlich angebohrte Holzstämme oder geschnittene Schilfröhrchen aufgestellt. In den ersten kleinen Höhlen haben sich bereits Insekten eingenistet.

Artenschutz für Bienen und Insekten – das ist das primäre Ziel des Ehepaars. Aber der Lehrpfad könnte auch zur touristischen Attraktivität des Stiftsdorfs beitragen. Kruse hat vier Künstler gefunden, die bereit sind, den Lehrpfad zu gestalten. Wildbienenexperten, Umweltverbände und den Imkerverein nennt er als weitere Partner. Aber auch Asbecker Vereine, Schule und Kindergarten sollen sich beteiligen können. Auf diese Weise sollen Fördergelder beantragt und Spendengelder eingeworben werden.

In der Obstwiese Niehuskamp mit noch jungem Baumbestand sieht Jürgen Kruse den richtigen Ort. „Bienen brauchen blütenreiches Gelände“, erläutert Kruse. Die Böschung des nahen Mühlenbaches bietet weitere wichtige Pflanzen.

Von Rosen beduften lassen

Das Ehepaar hat viel vor. Nach neuesten Erkenntnissen sollen mehrere Insektennistwände und Informationstafeln aufgebaut werden. Blumenliebhaberin Birgitt Kruse will etliche Wildrosen pflanzen, sodass vom Frühjahr bis zum ersten Frost immer Rosen blühen. „Sie könnten im Halbrund gepflanzt und eine Bank aufgestellt werden, sodass man sich beduften lassen kann“, sagt die Blumenliebhaberin, in deren Garten es das ganze Jahr über blüht.

Die Obstwiese müsste nach den Vorstellungen von Jürgen Kruse in eine artenreiche Mähwiese umgewandelt werden. Hier hofft er auf Fördergelder durch den Kreis Borken. Auch die Böschung des Mühlenbachs will er durch Anpflanzung von Bienenweide- und Vogelnährgehölzen aufwerten. Wichtig ist ihm auch ein nachhaltiges Pflegekonzept. Die Obstwiese und das Gelände am Mühlenbach gehören der Gemeinde, deren Zustimmung Kruse braucht. „Dann können wir sofort beginnen“, sagt der Asbecker.

Thema im Bauausschuss

„Das Thema Artenvielfalt begleitet alle Kommunen“, sagt Friedhelm Kleweken. Der Bürgermeister weiß, dass Wildbienen immer mehr verschwinden. „Es ist wichtig gegenzusteuern“, betont er und kündigt an: „Wir werden die Anregung im Bauausschuss aufgreifen.“

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