Zu Gast bei Freunden

Jugendaustausch

Sie sind gekommen, um die deutsch-polnische Freundschaft zwischen der Gemeinde Legden und ihrer neuen Partnerstadt Reszel zu vertiefen: 15 Gymnasiasten im Alter zwischen 14 und 15 Jahren, vier Lehrer – und die 16-jährige Fotografin Katarzyna Grzyb mit 24 farbigen Aufnahmen von den Naturschönheiten ihrer Heimatstadt im Gepäck.

LEGDEN

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 01.08.2011, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zu Gast bei Freunden

Katarzyna Grzyb (r.) hat Fotos aus Reszel mitgebracht, die jetzt im Rathaus zu bewundern sind.

Seit Sonntag sind die Teilnehmer des ersten Jugendaustausch-Programms zwischen den Partnerstädten in Asbecker und Legdener Familien zu Gast. Eine Woche lang werden sie möglichst vielfältige Eindrücke im Münsterland, aber auch in Köln und in Enschede sammeln. Umgekehrt haben auch alle Interessierte die Gelegenheit, die polnische Kleinstadt in Masuren besser kennenzulernen – nicht nur im Gespräch mit den jugendlichen und erwachsenen Gästen.

Ein Besuch im Rathausfoyer genügt, um sich selbst ein Bild von der Kleinstadt in Masuren machen zu können: Dort sind in dieser Woche Katarzyna Grzybs Fotografien zu bewundern. Mit ihrer Digitalkamera hat sie Straßenzüge im backsteinroten Häusermeer ihrer Heimatstadt eingefangen und die stolzen Sakralbauten porträtiert, die seit Jahrhunderten die Stadt 70 Kilometer entfernt von Allenstein prägen. Das Objektiv hält Katarzyna aber vor allem auf wie unberührt wirkende Natur. So sind großformatige Aufnahmen von Eichhörnchen entstanden oder Blumenbilder in Makrooptik. „Das ist meine zweite Ausstellung“, sagt die junge Frau, die seit acht Jahren fotografiert – in fast fließendem Englisch. Deutsch spricht sie zwar auch, aber noch nicht so gut, wie sie meint.

Das könnte sich nach dieser Woche ändern. Denn dann wollen sie und ihre ein bis zwei Jahre jüngeren Mitreisenden ihre Sprachkenntnisse vertiefen – und die bereits via Facebook geknüpften Freundschaften mit Jugendlichen in Asbeck und Legden. Das wechselseitig bessere Kennenlernen sei die Grundlage für ein friedvolles Verhältnis – nicht nur innerhalb der Städtepartnerschaft, sondern auch der Europäischen Union, betonte Bürgermeister Friedhelm Kleweken während der Begrüßung der Jugendgruppe und ihrer Lehrer im Rathaus: „Toleranz, Achtung und Freundschaft“, seien die Säulen, auf denen das Miteinander gedeihen könne. Um diesen hehren Wunsch mit quirligem Leben zu füllen, bietet das abwechslungsreiche Programm jede menge Gelegenheit. Zusammengestellt hat es das Organisationsteam mit Mariola Zalwert, die auch als Dolmetscherin fungiert, Marion Hölscher, Claudia Kröger und Rebecca Pier.

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