Die ersten "Hüpfer" waren sofort da und testeten die neue Attraktion. © Markus Gehring
Erfolgreiche Spendenaktion

Zum „Pool“ gehört jetzt auch ein Riesen-Hüpfkissen

Für „Pool“-Leiter Johannes Kuiper geht ein großer Wunsch in Erfüllung: Das große Hüpfkissen steht. Eigentlich ist es sogar ein doppeltes Geschenk. Möglich wurde es durch eine Spendenaktion.

Ebenso erfreut ist Legdens Bürgermeister Dieter Berkemeier, dass der Spielplatz am Jugendhaus „Pool“ um eine weitere Attraktion reicher ist: „Ich werde es auch bestimmt mal selbst ausprobieren“, verspricht er.

Nach und nach seien für den Spielplatz, wie über Fördermittel aus dem Leader-Topf, verschiedene Geräte angeschafft worden, sagt der Bürgermeister und nennt Beispiele: Seilbahn, Reck, Hängematte. Das 11,20 mal 9 Meter große Hüpfkissen aber stand ganz oben auf der Wunschliste von Kindern und Jugendlichen aus Legden und Asbeck.

Zwar gab es den Wunsch, aber noch keine wirkliche Idee, wie das Projekt zu finanzieren sei. Angesichts der zu erwartenden mehr als 10.000 Euro, die das Hüpfkissen kosten sollte, war auch Johannes Kuiper zuerst ratlos: „Ein Budget, aus dem wir so etwas bezahlen könnten, haben wir eben nicht.“ Eine so genannte Crowdfunding-Aktion unter der Regie der Volksbank Gronau-Ahaus sorgte dann aber für den rettenden Anker.

139 unterstützten das Projekt

Und nicht nur das: Im Zeitraum zwischen 9. Februar und 20. Mai „sammelte“ das Projekt 139 Unterstützer, die dafür Geld spendeten und 105 Fans ein. Die Volksbank legte großzügig drauf, so dass am Ende 12.978 Euro zusammenkamen. „Das ist wirklich neben dem Geld ein deutliches Zeichen für Wertschätzung“, betont der Pool-Leiter.

Das nackte Hüpfkissen kostet laut Bürgermeister zwar „nur“ rund 9000 Euro, aber auch Aufbau an Ort und andere Arbeiten kosten zusätzlich Geld. Das Thema Sicherheit habe man ebenfalls berücksichtigt und auf einem zwei Meter breiten Streifen ringsum Sand aufgefüllt. „Ein anerkannter Fallschutz“, erklärt Dieter Berkemeier.

Von Salti und anderen waghalsigen Sprüngen rät er aber ab. Seine Auffassung, dass es hier keine dauerhafte Aufsicht geben müsse, relativiert Johannes Kuiper allerdings leicht. Nach den Erfahrungen der ersten Tage habe er festgestellt, dass es doch gut sei, ein Auge auf den Bereich zu haben. Da werde man sich nach den Sommerferien eine Lösung suchen: „Ich bin sicher, dass es die geben wird.“

Pädagogisch wertvoll

Kuiper hatte auch immer auf die pädagogische Bedeutung eines solchen Hüpfangebots hingewiesen: Hier würden Koordination und Konzentration, aber auch Balance, Kraft und Ausdauer trainiert.

Als weitere Pluspunkte sollen die Optimierung von Motorik und Fitness für ein Hüpfkissen sprechen. Selbst zum Thema Integration und sprachlicher sowie sozialer Kompetenz könne es einen wertvollen Beitrag leisten.

Ob auch das wunschgemäß funktioniert, werden die nächsten Monate zeigen. Das Hüpfkissen kann von allen Kindern und Jugendlichen aus Legden und Asbeck genutzt werden. „Eine Altersbegrenzung gibt es nicht“, sagt der Bürgermeister.

Gehüpft werden kann zu den Pool-Öffnungszeiten: währen der Woche von 15 bis 21 Uhr und in den nächsten Wochen auch sonntags von 14 bis 18 Uhr. An den nächsten vier Samstagen ist das Hüpfkissen nämlich schon vermietet. Johannes Kuiper: „An Schulklassen und ähnliche Gruppen zu besonderen Anlässen.“

Unterm Strich betrachtet er es als „coole Sache“, dass jetzt auch ein Hüpfkissen zum Pool-Inventar gehört. Bürgermeister Dieter Berkemeier und Johannes Kuiper sehen sich dafür vor allem bei der Volksbank Ahaus-Gronau zu Dank verpflichtet.

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