Zwei Bezirksregierungen haben die Zeelink-Leitung genehmigt, Münster fehlt noch

Open Grid Europe

Der Bau der Gas-Fernleitung „Zeelink“ quer durch Nordrhein-Westfalen kann beginnen. Die Planfeststellungsbeschlüsse aus Köln und Düsseldorf gibt es schon. Münster fehlt allerdings noch.

Legden

, 24.01.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Trasse der Loop-Leitung Epe-Legden von Open Grid Europe ist fertig. Ähnlich wird es bald ein Stück weiter südlich aussehen, wenn die Zeelink-Leitung aus der Nähe von Aachen nach Legden gebaut wird.

Die Trasse der Loop-Leitung Epe-Legden von Open Grid Europe ist fertig. Ähnlich wird es bald ein Stück weiter südlich aussehen, wenn die Zeelink-Leitung aus der Nähe von Aachen nach Legden gebaut wird. © Markus Gehring

Mit der Zustellung der beiden Planfeststellungsbeschlüsse kann Open Grid Europe (OGE) jetzt mit dem Bau der Gas-Fernleitung „Zeelink“ beginnen. Die Beschlüsse der Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf umfassen 165 der insgesamt 216 Leitungskilometer und die dazu gehörenden Stationen. Das teilten die Gasnetzbetreiber OGE und Thyssengas jetzt mit. Die Strecke in Legden gehört nicht dazu.

Die Leitung soll am Ende von Lichtenbusch bei Aachen bis Legden führen. Vorbereitungsarbeiten starten jetzt. So wird in diesen Tagen mit dem Holzeinschlag in den ersten vier von fünf Bauabschnitten ab Lichtenbusch bis Station Dämmerwald südlich von Raesfeld begonnen. Der eigentliche Baustart mit Abschiebung des Mutterbodens und Einrichtung der Wasserhaltung ist für den 1. April vorgesehen.

Open Gruid Europe erwartet letzte Genehmigung

Die Genehmigung der Bezirksregierung Münster für die restliche Strecke bis Legden steht noch aus. Sie werde in den kommenden Monaten erwartet, so Open Grid Europe. Erst vor wenigen Tagen war die Bürgerinitiative „Verdichterstation – Nein danke“ bei der Regierungspräsidentin Dorothee Feller in Münster zu Gast, übergab eine Unterschriftenliste mit 1802 Namen und informierte über die Gründe für ihre Ablehnung. Aber auch in Aachen und Umgebung gab es in der Vergangenheit Gegner für das Vorhaben. So hatten Kritiker im Vorfeld den Verlauf der Trasse bemängelt, beispielsweise weil ein Wäldchen gerodet werden sollte, dass dem Lärmschutz dient.

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Das rund 600 Millionen Euro teure Projekt umfasst außerdem den Bau von zwei Verdichterstationen – am Anfang und Ende der Strecke. Also auch in Legden. Die Gasrohre sollen unterirdisch verlegt werden und bei Wesel den Rhein unterqueren. In Legden wird die Leitung an ein vorhandenes Netz Richtung Nordsee angeschlossen. Die Inbetriebnahme der Leitung, so Open Grid Europe ist für März 2021 geplant.

Open Grid Europe verspricht Transparenz. „Wir werden den konstruktiven Dialog mit den Städten und Gemeinden, den Trägern öffentlicher Belange und den Bürgerinnen und Bürgern auch in der Bauphase fortsetzen“, so Franz-Josef Kißing, Gesamtprojektleiter ZEELINK, in einer Pressemittielung des Unternehmens. „Auf die direkten Anwohner und Grundstückseigentümer werden wir rechtzeitig mit Informationen zugehen“, so Kißing weiter.

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