Zwei Standorte der Sekundarschule machen sich in Corona-Zeiten bezahlt

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Es herrscht wieder Leben in der Sekundarschule Legden Rosendahl. „Ich habe Kinder noch nie mit so einer Freude in die Schule kommen sehen“, so berichtet Karin Emming dem Schulzweckverband.

von Leon Eggemann

Legden

, 22.05.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die kommissarische Schulleiterin Karin Emming berichtete in der Versammlung des Schulzweckverbandes von der derzeitigen Situation an der Sekundarschule Legden Rosendahl. „Die Schüler sind sichtlich froh, wieder in die Schule zu gehen – wenn auch unter den derzeitigen Auflagen.“

So sind aktuell alle Klassen in zwei Gruppen unterteilt, dazu hat jede dieser Gruppen einen festen Klassenraum und auch die Sitzordnung der Schüler ist mit passendem Abstand immer gleich. „Sie halten sich sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst an die Regeln“, lobte Emming das Verhalten der Schüler. „Uns ist es wichtig, ihnen klar zu machen, dass es um ihre eigene Gesundheit geht. So soll ein Verständnis für die derzeitigen Regelungen entstehen.“ Falsch wäre es dagegen, lediglich Verbote ohne passende Aufklärung auszusprechen.

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Ebenfalls betonte die Schulleiterin die Vorteile des zweifachen Standortes der Sekundarschule im Bezug auf den Unterricht vor Ort: „Es gibt noch neun Schultage für jede Jahrgangsstufe“, erklärte sie. Damit liege die Schule im Vergleich zu anderen sehr weit vorne. „Wir haben geschaut, welche Jahrgänge parallel laufen können, ohne dass die verantwortlichen Lehrer mit ihren weiteren Klassen kollidieren“, erläutert Emming auf Nachfrage der Redaktion.

Digitalisierung schreitet weiter fort

So seien beispielsweise die Jahrgänge sechs und neun auf einen Tag gelegt worden – Lehrkräfte, die eine sechste Klasse in Legden unterrichten, hätten nämlich größtenteils keine neunte Klasse, die gleichzeitig in Osterwick unterrichtet werden müsste. „Hinzukommen zwei bis drei Kollegen, die vor Ort unterstützen, falls sich morgens ein Lehrer krank meldet“, fügt Karin Emming hinzu. Ein weiterer Vorteil der zwei Standorte sei darüber hinaus, dass nicht zu viele Schüler die gleichen Toiletten benutzen oder sich auf denselben Fluren aufhalten.

Online auf der Internetseite der Sekundarschule können die Eltern einsehen, wann ihre Kinder Unterricht in der Schule haben.

Online auf der Internetseite der Sekundarschule können die Eltern einsehen, wann ihre Kinder Unterricht in der Schule haben. © Leon Eggemann

Trotz der neun verbleibenden Schultage verbringen die Kinder und Jugendlichen den größten Teil der Schule aktuell vor dem eigenen Schreibtisch – auch dort hat die Sekundarschule Verbesserungen vorgenommen. „Wir sind in der Digitalisierung vorangekommen“, berichtete Emming. „Jeder Schüler hat nun seine eigene E-Mail-Adresse, was eine einfachere Kommunikation und besseren Unterricht gewährleistet.“

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Darüber hinaus sollen auch die Eltern einen Zugang zur Stundenplanung ihrer Kinder bekommen. „Es ist noch nicht klar, wie es weitergeht“, so Karin Emming weiter. Dementsprechend müsse man noch auf weitere Beschlüsse auf Landesebene warten.

Feier zur Namensgebung verschoben

  • Die Feierlichkeiten zur offiziellen Namensgebung der Sekundarschule Legden/Rosendahl hätten eigentlich schon stattfinden sollen. „Der Corona-Lockdown kam allerdings dazwischen“, erklärte Karin Emming in der Versammlung des Schulzweckverbandes. Ab dem Sommer wird die Schule bekanntlich „Paulus-van-Husen-Schule“ heißen. „Die Feier wird nachgeholt, sobald es möglich ist“, versichert die kommissarische Schulleiterin.
  • Das Rahmenprogramm, das ursprünglich geplant war, werde dann eins zu eins übernommen. „Ich will noch nicht so viel verraten“, sagt Emming auf Nachfrage, wagt dann aber einen kleinen Ausblick: „Wir versuchen, Manfred Lütz, der das Buch über Paulus van Husen geschrieben hat, für eine Lesung zu gewinnen.“
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