Daniela Balloff von der Hausarztpraxis Münsterland in Legden (l.) verabreichte Maike Gregor am Freitag, 4. Juni, im Jugendhaus Pool ihre zweite Impfung. © Laura Schulz-Gahmen
Impf-Aktion

Zweite Impfaktion im Jugendhaus Pool in Legden: „Flott und unkompliziert“

Etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schulen und Kitas erhielten am Freitag ihre Zweitimpfung im Jugendhaus Pool. Präzise durchgetaktet, dauerte eine Impfung nur wenige Minuten.

Bereits im März wurden in Legden im Jugendhaus Pool Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schulen und Kitas „gepikst“: Sie bekamen ihre erste Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca.

Am Freitag, 4. Juni, gab es die zweite Impfung im Jugendhaus Pool. Wieder mit dabei war Julian Sprey von der Gemeindeverwaltung. Er koordinierte den gesamten Ablauf.

Impfstraße in eine Richtung

Seit kur vor 13 Uhr saß er an seinem Platz und wartete auf die erstem Impflinge, die sich ihre zweite Dosis abholen wollten. Um Punkt 13 Uhr ging es los. Wer sich zuvor einen Termin geholt hatte, der musste trotzdem als erstes zu Julian Sprey an den Anmeldetisch. Dort nahm dieser die Impfunterlagen und den Ausweis der Impfwilligen entgegen und kontrollierte diese. Dann wurden sie von ihm weiter geschickt.

„Man konnte sich online Termine reservieren“, sagt Julian Sprey im Gespräch mit der Redaktion. Im Prinzip ist das ganze Geschehen wie eine Impfstraße aufgebaut, es geht also nur in eine Richtung. Man kommt vorne rein, meldet sich, geht zum Aufklärungsgespräch, dann geht es in den Wartebereich zur Impfung. Dort stehen zwei Zelte, je nachdem welchen Impfstoff man bekommt.

Astrazeneca oder Biontech?

Denn den können die Impflinge dieses Mal sogar aussuchen. Beim Impfen im März hatten alle den Impfstoff von Astrazeneca bekommen. Dieses Mal haben die zu Impfenden die Wahl zwischen Astrazeneca und Biontech. Deshalb wurden auch zwei Zelte aufgebaut, in denen geimpft wird. Im einen gibt es Astrazeneca, im anderen Biontech.

Im Wartebereich vor den beiden Zelten sitzt man allerdings nicht lange, denn: „Es geht hier im Zwei-Minuten Takt“, sagt Julian Sprey. Von 13 bis 17 Uhr werden alle zwei Minuten zwei Personen aufgerufen, so geht es von Station zur Station.

Impflinge wählten Fifty Fifty

Am Freitag bekamen etwa 200 Menschen ihre Zweitimpfung. „Die Aufteilung auf Astrazeneca und Biontech war etwa Fifty Fifty“, so Sprey. „Vielleicht wollten ein paar mehr den Impfstoff von Biontech“, sagt er weiter. Die Impfung selbst dauert auch nur zwei Minuten, danach geht es wieder zurück in den Wartebereich. Dort bleibt man etwa 15 Minuten ruhig sitzen, zur Sicherheit. Denn Impfreaktionen könnten schon auftauchen.

Maike Gregor (25) war mit eine der ersten am frühen Freitagnachmittag. Sie arbeitet in der Kindertagesstätte Kompass in Ahaus. Die 25-Jährige wurde im März bei der ersten Aktion mit dem Impfstoff von Astrazenca geimpft. Viel gemerkt hat sich während der Impfung nicht. „Erst in der Nacht hatte ich dann etwas Schüttelfrost“, erzählt sie rückblickend. Aber am nächsten Morgen sei es ihr wieder gut gegangen.

Aufklärung brauchen nicht mehr viele

Am Freitag bekommt sie kein Astrazeneca mehr gespritzt, sie hat sich für den Wirkstoff von Biontech entschieden. Nach der Anmeldung zur Zweitimpfung bei Julian Sprey setzte sie sich in den Wartebereich. Ein Aufklärungsgespräch brauchen viele nicht mehr, es ist ja bereits die zweite Impfung für alle Impflinge am Freitag.

Doch kaum hat sie sich gesetzt, darf sie auch schon ihrer Freundin die Hand halten, sie hat nämlich Angst vor dem Piks. Nach der erfolgreichen Unterstützung ist sie sofort selbst an der Reihe.

„Tat überhaupt nicht weh“

Im Zelt für den Impfstoff Biontech sagt sie, sie wolle lieber in den rechten Arm gepikt werden, auch wenn sie Rechtshänderin ist. Es könne ein wenig unter Haut brennen beim Impfen sagt man ihr, die Nadel durchdringt die Haut, die Spritze leert sich.

Und schon ist die Zweitimpfung vorbei. „Das tat überhaupt nicht weh und es brannte auch nicht“, sagt Maike Gregor, so als hätte sie auch nicht damit gerechnet. Ihr Fazit zur zweiten Impfaktion im Jugendhaus Pool: „Das ging wirklich flott und total unkompliziert.“

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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