Der Lockdown wirkt sich positiv auf die Einbruchstatistik aus. Die Zahl der Delikte liegt unter Vergleichswerten des Vorjahres. © picture alliance/dpa
Einbrüche

Mehr Einbrüche im Oktober, aber Zahlen gehen in Corona-Zeiten zurück

Die Tage werden kürzer. Mit der dunklen Jahreszeit beginnt die Hochsaison der Einbrüche, auch in Castrop-Rauxel. Doch kann der Lockdown vor Einbrüchen schützen?

Die dunkle Jahreszeit macht ihrem Namen alle Ehre, von Tag zu Tag werden die Tage kürzer und schon am Nachmittag wird es dunkel.

Für Einbrecher beginnt jetzt die Hochsaison. In der frühen Dunkelheit verschaffen sie sich unbemerkt Einstieg in Castrop-Rauxeler Wohnungen. Die Pressesprecherin der Polizei Recklinghausen, Ramona Hörst, bestätigt dies: „Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt in den letzten Monaten.“

„Seien Sie aufmerksam“

Während im Kreis Recklinghausen im September 59 Wohnungseinbrüche erfasst wurden, stieg die Zahl im Oktober auf 95. Um der Zahl der Einbrecher entgegen zu wirken, beobachte die Polizei die Straßen mit besonderer Aufmerksamkeit. Auch Nachbarn seien angehalten, Verdächtiges zu melden.

Hörst sagt: „Man kann selbst eine Menge tun, damit Einbrecher gar nicht erst in die eigenen vier Wände gelangen.“ Da sich Einbrecher nur ungern bei ihren Machenschaften beobachten lassen, empfiehlt die Polizei-Sprecherin, Bewegungsmelder am Haus anzubringen.

„Licht ist wichtig“, sagt sie, denn es sorge für Aufmerksamkeit und schrecke Einbrecher ab. In der Wohnung selbst seien Zeitschaltuhren eine einfache Lösung.

Lockdown als präventive Einbruch-Maßnahme?

Hörst hat noch eine gute Nachricht parat: Obwohl die Einbruchszahlen zuletzt gestiegen seien, lägen die Zahlen nach wie vor unter den Vergleichswerten des vergangenen Jahres.

Hier sehe man einen Zusammenhang zu den Maßnahmen der Corona-Pandemie. „Die Menschen sind viel mehr zu Hause und da der normale Einbrecher ungern Kontakt zu Bewohnern hat, wirkt dies abschreckend“, sagt Ramona Hörst.

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