Auch das leer stehende Horror-Hochhaus Schophof 10 gehört jetzt zum Belvona-Bestand. Seine Zukunft ist noch nicht geklärt. © Thomas Schroeter
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Belvona will Mieterkritik ernst nehmen und verrät Ziel mit dem Horror-Haus

Die Belvona hat den Wohnungsbestand am Schophof von Altro Mondo übernommen. Mieterkritik nehme man ernst, so eine Sprecherin. Auch für das marode Hochhaus im Zentrum gibt es ein Ziel.

Die Belvona, ein relativ neues Wohnungsunternehmen am Markt, hat im Januar fünf Mehrfamilienhäuser am Schophof und das Gebäudeensemble an der Ecke Dortmunder Straße/Bennertor von Altro Mondo übernommen. Das bestätigte jetzt Jacqueline Handelmann, Teamleiterin Property Management bei dem Düsseldorfer Unternehmen.

Zugleich machte Jacqueline Handelmann gegenüber unserer Redaktion deutlich, dass man ganz sicher nicht wie Altro Mondo mit seinen Mietern umgehen möchte. „Es gibt sicherlich noch Umstellungsschwierigkeiten mit den Objekten, die wir in Castrop-Rauxel übernommen haben“, so die Belvona-Sprecherin. Man sei aber bemüht, die Wohnungen und Häuser in einem gepflegten Zustand zu erhalten.

Jacqueline Handelmann reagierte damit auf Kritik, die einer der Mieter im Schophof an seinem neuen Vermieter geübt hatte. Der hatte grob drei Dinge zu beanstanden. Man sei auf unsere Anfrage hin direkt vor Ort gewesen, habe aber nur in einer Etage der Miethäuser ein defektes Treppenhauslicht entdeckt. „Das kann immer vorkommen, das können uns die Mieter gern melden“, so Handelmann.

Hausmeister-Dienst wird bei Bedarf gerufen

Man habe zwar tatsächlich keinen Hausmeister vor Ort, es gebe aber eine zentrale Notrufnummer, die in jedem Hausflur zu finden sei. Werde ein Missstand gemeldet, alarmiere man entweder ein Fachunternehmen oder einen Hausmeisterdienst, den man als Dienstleister verpflichtet habe.

Den Zustand der Außenanlagen, den ein Kollege ebenfalls in Augenschein genommen und mit Fotos dokumentiert habe, empfinde sie nicht als schlimm. „Es ist Sommer, da kommt man oft mit dem Rasenmähen und Stutzen von Unkraut kaum hinterher. Aber wir haben das auf dem Schirm“, versicherte die Belvona-Sprecherin.

Mit dem Energielieferanten Engie habe es tatsächlich kurzzeitig Probleme gegeben. „Wir haben Unternehmensteile umfirmiert. Dabei ist wohl übersehen worden, dass Zahlungen an Engie noch ausstanden. Das ist aber längst erledigt und hat auf die Mieter ja auch keinerlei Auswirkungen gehabt.“

Insgesamt hoffe man bei der Belvona, auf Dauer alle Mieter zufrieden stellen zu können. Das sei tatsächlich der Anspruch ihres Unternehmens. Wer Fragen, Kritik oder Anregungen habe, sei immer willkommen.

Hochhaus-Zukunft ist noch nicht geklärt

Was allerdings aus dem tatsächlich leer stehenden und maroden Horror-Hochhaus Schophof 10 werde, konnte auch Jacqueline Handelmann noch nicht vollends aufklären. Das Gebäude sei Teil des Paketes gewesen, das man von der Altro Mondo übernommen habe. „Aber wir kümmern uns jetzt erst einmal darum, die anderen Häuser zu erhalten und zu pflegen“, so die Teamleiterin in Düsseldorf.

Ziel sei perspektivisch aber, das Haus Schophof 10 zu reaktivieren. Konkrete Pläne dafür gebe es aber noch nicht. Zuvor müsse man viel nachholen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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