So herzlich werden den Gästen die Regeln in der L'Osteria erklärt. © Timo Pianka
Lockerungen

Castrop-Rauxeler Innengastronomie bereitet sich auf Öffnung vor

Wenn die Inzidenz im Kreis weiter unter der 50er-Marke bleibt, dürfen die Gaststätten in Castrop-Rauxel bald wieder ihre Innenbereiche öffnen. Die Gastronomen bereiten sich vor.

Es geht weiter voran. Seit Freitag (28.5.) gilt in NRW die neue Corona-Schutzverordnung. Mit ihr könnten in Castrop-Rauxel in den kommenden Tagen neue Lockerungen in Kraft treten. Unter anderem dürften die Gastronomen eventuell wieder ihre Innenbereiche öffnen.

Voraussetzung: Die Inzidenz im Kreis Recklinghausen muss fünf Werktage in Folge unter der Marke von 50 liegen. Ab dem übernächsten Tag gelten dann die neuen Verordnungen. Aktuell liegt der Wert bei knapp 41 – und damit bereits den dritten Tag hintereinander unter der 50er Grenze. Wenn der Wert auch am Samstag und Montag unter 50 bleibt, würden die neuen Regeln am Mittwoch (2.6.) in Kraft treten.

Unterschiedliche Regeln in Innen- und Außenbereichen

Für die Castrop-Rauxeler Gastronomen ist das eine positive Nachricht. Nach dem Neustart in der vergangenen Woche dürften sie dann nämlich auch wieder ihre Innenbereiche öffnen. Zudem könnten die Gäste auf den Terrassen Platz nehmen, ohne ein negatives Testergebnis vorzeigen zu müssen.

In der L’Osteria an der Grutholzallee sei man darauf bereits schon länger vorbereitet gewesen. „Vor einem halben Jahr haben wir schon viel investiert, um den Auflagen im Restaurant gerecht zu werden“, erzählt Managerin Nazli Özmen. Für die nächste Woche sei man nun startklar: „Es mussten nur noch ein paar Tische rausgeräumt werden, damit die Abstände drinnen eingehalten werden können“, sagt sie.

Neue Mitarbeiter notwendig

Die Kontrolle der Tests übernehme sie in der ersten Zeit persönlich. Danach werde sie dafür aber Mitarbeiter schulen. „Es musste auch neues Personal eingestellt werden, weil jetzt wieder mehr Aufgaben anfallen“, sagt die Managerin. Zudem habe man im ganzen Restaurant Schilder verteilt, um die Gäste über die geltenden Regeln aufzuklären.

Denn diese werden komplizierter für die Gäste, sagt auch Lilli Leuthold vom Leuthold’s 1910 am Markt. Die unterschiedlichen Auflagen zwischen Innen- und Außenbereichen könnten in der ersten Zeit verwirrend wirken. Trotzdem werde Leuthold es ihnen auch gerne öfter erklären. Für die Gäste sei es schön, nun bald auch bei schlechtem Wetter wieder in die Restaurants gehen zu können.

Desinfizierbare Untersetzer und Lufterfrischer

Ein paar Meter weiter bereitet sich auch Dugagjin Kacabashi gerade auf die neuen Lockerungen vor. Der Betreiber des Restaurants Martins in der Altstadt hat die Tische in seinem Lokal bereits gedeckt. Da jetzt wieder mehr Gäste kommen können, habe er die Tischdecken durch spülbare Untersetzer ersetzt. So könne eine lückenlose Desinfektion sichergestellt werden.

Einen Vorteil sieht er auch im Hinblick auf die steigenden Temperaturen: „Viele meiner Gäste können sich nicht lange in der Hitze aufhalten, die könnten sich dann auch wieder ins Restaurant setzen“, erzählt der Wirt. Damit sie sich dort auch sicher fühlen, wolle er bald Lufterfrischer aufstellen.

Dugagjin Kacabashi ist bereit. Die Tische in seinem Restaurant sind bereits gedeckt, das Weinregal leuchtet auch schon wieder.
Dugagjin Kacabashi ist bereit. Die Tische in seinem Restaurant sind bereits gedeckt, das Weinregal leuchtet auch schon wieder. © Timo Pianka © Timo Pianka

Auch Michele Fioriglio atmet auf, denn seine Pizzeria „Bei Michele“ an der Wittener Straße besitzt keine Terrasse. Demnach konnte er von den Öffnungen der Außenbereiche nicht profitieren. Vor allem für das Geschäft lohne es sich jetzt also, wenn weitere Öffnungen möglich werden. Dann werde man auch alles daran setzen, dass die Einhaltung der Auflagen sichergestellt sei.

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