© Grafik: Martin Klose
Coronavirus

Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Castrop-Rauxel

Seit vergangenen Freitag liegt die Corona-Inzidenz im Kreis Recklinghausen stabil unter der 100er-Marke. Mittlerweile nähert man sich sogar der 50. Diese Regeln gelten aktuell in Castrop-Rauxel.

In der Corona-Pandemie sind die Lockerungsschritte an die jeweilige Inzidenz gekoppelt. Bei einer Wochen-Inzidenz von mehr als 100 gilt die Bundesnotbremse, liegt die Inzidenz darunter, gelten landesspezifische Regelungen. In Castrop-Rauxel und dem Kreis Recklinghausen ist das seit vergangenen Freitag (21.5.) der Fall.

Schnelltests dürfen höchstens 48 Stunden alt sein

Für die Castrop-Rauxeler bedeutet das unter anderem, dass die Ausgangsperre aufgehoben wurde und die Außengastronomie ist. Viele Öffnungen, die ab Freitag griffen, sind an negative Schnelltestergebnisse gebunden, die dann maximal 48 Stunden alt sein dürfen. Geimpfte und Genesene sind, wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, negativ Getesteten gleichgestellt.

Auch die Kontaktbeschränkungen wurden gelockert: Erlaubt sind Treffen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren und Personen mit nachgewiesener Immunisierung durch Impfung oder Genesung werden dabei nicht mitgezählt.

Für Schulen und Kitas in Castrop-Rauxel ändert sich zunächst aber noch nichts: Es bleibt in den Schulen vorerst beim Wechselunterricht, in den Kitas gilt weiterhin der eingeschränkte Regelbetrieb. Ebenso bleiben die Regelungen zur Maskenpflicht unverändert. Hierbei gelten keine gesonderten Regelungen für Geimpfte.

Die wesentlichen Lockerungen im Überblick

Ausgangssperre:

Die Ausgangssperre ist komplett weggefallen. Das gilt für alle – nicht nur für die Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind (GGG-Gruppe).

Kontaktbeschränkungen:

Diese bleiben bestehen, es sei denn, man gehört zur GGG-Gruppe. Bis zur Corona-Inzidenz von 100 dürfen sich zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen. Umfasst ein Haushalt allein bereits fünf Personen, darf höchstens eine weitere Person hinzukommen.

Einzelhandel, Gastronomie, Ferienwohnungen und Campingplätze:

Der Einzelhandel darf komplett öffnen, zudem ohne Terminbuchung. Allerdings wiederum nur für jene, die geimpft, genesen oder aktuell negativ getestet sind. Darüber hinaus gilt die Regel: Die Kundenanzahl ist auf eine Person pro 20 Quadratmeter beschränkt.

Nicht nur in die Geschäfte indes kann es Leute der GGG-Gruppe nun wieder ziehen, sondern auch in die Biergärten. Die Außengastronomie ist seit Freitag wieder geöffnet. Gleiches gilt für Ferienwohnungen, Campingplätze oder Wohnmobil-Stellplätze. Hotels dürfen bis zu 60 Prozent ihrer Kapazität auslasten.

Sport und Freizeit:

Die Ausübung von kontaktfreiem Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel ist in einer Gruppe von bis zu 20 Erwachsenen erlaubt. Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren dürfen in einer Gruppe von bis zu 20 Personen gar Kontaktsport betreiben – unter freiem Himmel.

Zudem können Zuschauer bei Sportevents wieder mit dabei sein – in Zahlen: maximal 500 Personen und bis zu 20 Prozent der eigentlich möglichen Zuschauerkapazität. Ausgenommen davon sind länderübergreifende Profiligen wie die ersten drei Bundesligen im Fußball – das berührt Castrop-Rauxel allerdings ohnehin nicht.

Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 dürfen außerdem kleinere Außeneinrichtungen öffnen, zum Beispiel Minigolf-Anlagen wie in Ickern, Kletterparks oder Hochseilgarten. Das Ickerner Freibad dürfte zur Sportausübung ebenfalls aufmachen, wobei die Liegewiesen gesperrt bleiben müssen. Welche Pläne die Stadt Castrop-Rauxel genau hat, möchte sie am Mittwoch verkünden.

Überall gilt: Mindestvoraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

Kultur:

Konzerte mit maximal 500 Personen sind zulässig, allerdings nur unter freiem Himmel. Ebenso wie der Besuch der Industriemuseen Schiffshebewerk oder Zollern.

Eine Terminbuchung indes ist in jedem Fall erforderlich. In geschlossenen Räumen darf sich maximal eine Person pro 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche aufhalten. Und: Sie muss mindestens getestet sein – also zur GGG-Gruppe gehören.

All diese beschriebenen Lockerungsschritte, die nur bei einer Inzidenz unter 100 gegangen werden dürfen, sind erst einmal bis zum 4. Juni befristet. So lange gilt die ab Samstag gültige Corona-Schutzverordnung.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter
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