Eine Messe für Zwei- und Vierbeiner gibt es am Wochenende in der Europahalle: Die Hundemesse „Bello“. © Volker Engel (Archiv)
Freizeit

Es geht wieder was: Das ist am Wochenende in Castrop-Rauxel los

Castrop-Rauxel erlebt ein Wochenende wie früher: Neben „Castrop kocht über“ gibt es am Freitag, Samstag und Sonntag noch viel mehr zu erleben. Selbst Geschäfte öffnen am Sonntag.

Man muss sich irgendwie erst wieder dran gewöhnen: Dass man am Wochenende irgendwohin gehen kann. Und damit ist nicht ein kleines Grillen mit Freunden oder Familie gemeint. Nein, es geht um richtige Veranstaltungen.

Nachdem monatelang wegen Corona wenig bis gar nichts lief, ist mittlerweile wieder einiges los in Castrop-Rauxel. Was es am Wochenende zu erleben gibt und worauf geachtet werden muss, hier ein Überblick:

Für Feier-Freunde: „Castrop kocht über“:

Das große Festival an diesem Wochenende ist zweifelsohne die 30. Auflage von „Castrop kocht über“. Noch bis Sonntagabend kann auf dem Marktplatz in der Altstadt geschlemmt und gefeiert werden. Als Gastronomen dabei sind die Trattoria Puglia, das Bistro am Westring, das Hotel Vienna House, das Parkbad Süd, das Brauhaus Rütershoff und Tante Amanda.

Abends gibt es Musik: Am Freitag legt DJ Ted Newmann auf, am Sonntag spielen die Florians. Am Samstag ist die Coverband Seven Cent am Start, doch der Abend ist bereits ausverkauft.

Beim 30. „Castrop kocht über
Beim 30. „Castrop kocht über” ist der Marktplatz umzäunt. Die Gäste brauchen Eintrittskarten. Die Stimmung war zum Auftakt aber trotz der Corona-Maßnahmen ausgelassen. © Nora Varga © Nora Varga

Denn: Um die Corona-Auflagen erfüllen zu können, gibt es für das Fest Eintrittskarten. Bis 16 Uhr ist an allen Tagen der Eintritt frei, für Sonntagabend gibt es noch Tickets bei allen beteiligten Restaurants und im „1910“. Sie kosten fünf oder acht Euro und müssen bar bezahlt werden. Auf dem umzäunten Fest-Gelände gilt die 3G-Pflicht. Ckü öffnet jeweils um 11 Uhr, das Fest endet Freitag und Samstag um Mitternacht, Sonntag um 23 Uhr.

Am Sonntag lässt sich der CKÜ-Besuch sogar mit einem Einkaufsbummel verbinden. Die Standortgemeinschaft CASConcept veranstaltet zwischen 13 und 18 Uhr einen verkaufsoffenen Sonntag in der Castroper Altstadt.

Für Fellnasen-Freunde: Bello, die Hundemesse

Alles für Fellnasen-Freunde gibt es am Samstag und Sonntag in der Europahalle anzusehen, anzufassen und zu erleben. Dann steigt „Bello – die Hundemesse“, eine der wenigen Veranstaltungen, die es im Herbst 2020 in Castrop-Rauxel gegeben hat, und die erste Messe überhaupt, die dieses Jahr in der Europahalle ausgerichtet wird.

Fast 70 Aussteller zeigen am Europaplatz, was sie für Vierbeiner und ihre Besitzer im Angebot haben. Und das ist einiges: Es geht beispielsweise um Tiernahrung, Pflege, Versicherungsschutz, Mode und Gesundheit. Highlights werden außerdem ein Hunderennen und eine Casting-Show für Hunde sein.

Die Messe hat jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 7 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Hunde dürfen auch mitkommen, hier sind 1,50 Eintritt fällig und der Hunde-Impfpass muss mitgenommen werden. Tickets gibt es online oder auch an der Tageskasse. Die Messe besuchen kann nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Im Innenbereich gilt Maskenpflicht.

Für Film-Frauen-Freunde: „Romy Schneider: Das Leben einer Ikone“

Eigentlich sollte das Theaterstück schon im Frühjahr 2020 Premiere beim Westfälischen Landestheater (WLT) feiern. Corona machte mehrmals einen Strich durch die Planung. Nun wird das Stück „Ich bin eine Schauspielerin, mehr nicht. Romy Schneider: Das Leben einer Ikone“ am Wochenende erstmals in Castrop-Rauxel aufgeführt.

Das WLT bringt ein Theaterstück über die Schauspielerin Romy Schneider auf die Bühne. Zu sehen am Freitag und Samstag.
Das WLT bringt ein Theaterstück über die Schauspielerin Romy Schneider auf die Bühne. Zu sehen am Freitag und Samstag. © Volker Beushausen © Volker Beushausen

Romy Schneider ist wohl vor allem durch die „Sissi“-Filme bekannt geworden. Doch das Leben der Schauspielerin hat so viel mehr zu erzählen. Auch viel Tragisches. Wer nun neugierig ist: Die Premiere läuft am Freitagabend, das Stück wird außerdem am Samstag um 20 Uhr open air zu sehen sein. Auf der Außenbühne am Proben- und Logistikzentrum des Theaters.

Restkarten gibt es noch an der Theaterkasse unter Tel.: 02305/ 978020 oder untertickets@westfaelisches-landestheater.de. Zuschauer müssen einen 3G-Nachweis vorlegen. Das WLT hat die Gesamtzuschauerzahl noch um die Hälfte reduziert und stellt die Stühle in ausreichendem Abstand auf.

Für alle, die gern hinter die Fassade schauen:

Am Sonntag (12.9.) ist bundesweiter Tag des offenen Denkmals. Thema in diesem Jahr: Schein und Sein. Die Idee des Kulturevents: Denkmalgeschützte Gebäude öffnen ihre Türen – zu speziellen Führungen oder auch zu Räumen, in die man den Rest des Jahres nicht blicken kann. In Castrop-Rauxel gibt es eine ganze Reihe an Angeboten:

Im Schiffshebewerk Henrichenburg (Am Hebewerk 26) wird es den ganzen Tag über Führungen geben. Manche zum Motto des Tages, andere sind allgemeine Führungen durch das Hebewerk. Die Themenführungen dauern etwa zwei Stunden und starten um 10.30 Uhr, 12 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr. Die anderen Führungen dauern nur eine Stunde und starten um 11 und 12.30 Uhr.

Außerdem öffnen sich Türen, die sonst verschlossen bleiben, genauer: die Türen des Dampfers Cerberus und des Eisbrechers E1551. Zu jeder vollen Stunde können je maximal zehn Personen mit an Bord der beiden restaurierten Schiffe genommen werden.

Für alle Führungen liegen am Museumseingang Anmeldelisten aus. Das Museum hat am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist ausnahmsweise kostenlos, ein 3G-Nachweis ist Pflicht.

Beim Tag des offenen Denkmals kann hinter die Türen von Schloss Bladenhorst geblickt werden.
Beim Tag des offenen Denkmals kann hinter die Türen von Schloss Bladenhorst geblickt werden. © Thomas Schroeter © Thomas Schroeter

Auch Schloss Bladenhorst (Westring 346) macht mit beim Tag des offenen Denkmals. Zwischen 16 und 17.30 Uhr gibt es eine Führung mit dem Leiter des Stadtarchivs, Thomas Jasper, durch das Gebäude, das erstmals 1266 urkundlich erwähnt wurde.

Die Stadt Castrop-Rauxel bietet ebenfalls Führungen an. Alle sind kostenlos, Anmeldungen sind nicht nötig, wohl aber der 3G-Nachweis: So wirft Florian Schrader, Denkmalpfleger der Stadt, um 12 und um 14 Uhr mit Interessierten seinen ganz eigenen Blick auf den Forumskomplex mit Rathaus, Stadt- und Europahalle. Los geht es vor dem Ratssaalfoyer.

Um 10 Uhr startet außerdem am Erinturm im Erinpark der „Zwei-Türme-Spaziergang“. Er führt rund um die Altstadt, durch den Stadtgarten, über die Naturhindernisrennbahn und durch den Goldschmieding-Park zum Hammerkopfturm. Im Anschluss an die Führung kann der Turm auch besichtigt werden. Eine gute Aussicht auf Castrop-Rauxel ist garantiert. Man muss aber schwindelfrei und trittsicher sein.

Ganz nach oben auf die Aussichtsplattform des Hammerkopfturms dürfen Besucher am Wochenende steigen.
Ganz nach oben auf die Aussichtsplattform des Hammerkopfturms dürfen Besucher am Wochenende steigen. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Wer sich nur für den Turm interessiert: Zwischen 10 und 16 Uhr gibt es Führungen des Erin-Förder-Turm-Vereins. Da es nur gruppenweise in den Turm geht, müssen Wartezeiten eingeplant werden.

Um 13.30 Uhr wird zudem noch eine gut zweistündige Führung durch die Castroper Altstadt angeboten. Treffpunkt ist vor dem Bürgerhaus an der Leonhardstraße.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski

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