Andreas Kemna (l.) und Marcus Liedschulte von der Partei demonstrierten am Montag coronagerecht gegen die Corona-Skeptiker in Castrop-Rauxel. © Nora Varga
Mahnwache

Gegendemo im Regen: Die Partei stellt sich Corona-Skeptikern entgegen

Die Partei Castrop-Rauxel hatte für Montag, 17. Mai, eine Kundgebung gegen die Mahnwache von Corona-Skeptikern angemeldet. Wenigen Skeptikern standen noch weniger Partei-Mitstreiter gegenüber.

Es regnet in Strömen, als zwei Lager am Montag, 17. Mai, am späten Nachmittag ihre Demos auf dem Marktplatz aufbauen. Auf der einen Seite am Reiterbrunnen steht die inzwischen zweite Klappstuhl-Mahnwache von Corona-Skeptikern. Auf der anderen Seite bauen Mitglieder von Die Partei Castrop-Rauxel ein Zelt auf.

Bei der Mahnwache der Corona-Skeptiker werden, wie in der vergangenen Woche schon, die herrschenden Corona-Maßnahmen kritisiert. Mit den bekannten Vorwürfen.

Die Partei ist zum ersten Mal vor Ort. Andreas Kemna, der Fraktionsvorsitzende der Partei im Castrop-Rauxeler Rat, erklärt unserer Redaktion, wieso die Gegenveranstaltung angemeldet wurde: „Wir sind heute hier, weil wir „Rechte einschränken“ wollen. Wir wollen nicht ihre Meinungsäußerung einschränken, aber wir betonen, dass es auch noch andere Meinungen gibt.“

Angemeldet hat die Partei die Veranstaltung bei der Polizei für insgesamt zehn Teilnehmer, aber wegen des Regens sind nur Andreas Kemna und sein Ratskollege Marcus Liedschulte vor Ort.

Liedschulte hatte die Kundgebung wie angekündigt angemeldet und sah sich dabei eigenen Worten nach ungeahnten Hürden gegenüber: „Wer eine Mahnwache machen will, braucht ein Faxgerät. Die haben mich angerufen und nach meiner Fax-Verbindung gefragt, um mir die Auflagen zuzustellen. Aber ich habe kein Fax-Gerät.“

Die Polizei sagte zu, die Unterlagen daraufhin persönlich zustellen. Und so konnte die Mini-Kundgebung der Partei unter dem Titel „Klappstühle kucken“ ihren Lauf nehmen. Und die zweite Klein-Mahnwache der Corona-Skeptiker auch.

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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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