Wer Wasser zum Gießen im Garten nutzt, leitet es nicht in die Kanalisation. Da macht es Sinn, dass man dafür auch keine Abwassergebühr bezahlt. © Tobias Weckenbrock
Meinung

Haut den Gartenwasser-Plan des EUV in die Tonne, Ihr Kommunalpolitiker

Mit dem Gartenwasserplan des EUV kann man nur eins tun: Ihn in die Tonne hauen. Denn mit Gebührengerechtigkeit hat das nichts zu tun. Es stößt vielen ehrbaren Gebührenzahlern vor den Kopf.

Der Stadtbetrieb EUV macht ein Fass an einer Stelle auf, an der Ärger programmiert ist. In einer Stadt, in der Eigentümer mit einem Grundsteuerhebesatz von 825 geschröpft werden. In einem Jahr, in dem man eine Gewässerunterhaltungsgebühr erfunden hat.

Da könnte man mit der Umstellung der Gartenwasserzählung auf ein teures Modell das Fass zum Überlaufen bringen.

Gartenwasserzähler müssen künftig vom Fachbetrieb fest in die Leitungen eingebaut werden. Was soll das bringen? Gebührengerechtigkeit wird ins Feld geführt. Sorry, aber das ist Blödsinn.

Was ist am neuen Modell gerechter? Wer das Wasser zum Gießen benutzt, leitet es nicht in die Kanalisation, muss darum auch keine Abwassergebühr dafür zahlen. Das ist fair. Wer seinen Pool mit Gartenwasser füllt, handelt bisher schon unrecht. Aber er kann es weiter tun.

Ist es gerecht, dass wir für wilde Müllkippen zahlen?

Da wird also keine Gerechtigkeit hergestellt. Alle lauteren Gießwasser-Zapfer werden aber vor den Kopf gestoßen. Ist das gerecht? Ist es gerecht, wenn alle Bürger mit der Müllgebühr die Entsorgung wilder Müllkippen zahlen? Ist es gerecht, wenn ich fürs Aufsammeln von Zigarettenkippen zahlen muss, obwohl ich nicht rauche?

Der EUV wird bei dem bisschen Gartenwasser nicht reich. Man kann nur hoffen, dass die Politik mit dem Plan macht, was er verdient: In die Tonne hauen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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