Bei der Neueröffnung der Villa Kunterbunt in Ickern (v.l.) Regina Kleff, Elke Niewels, Claudia Wimber, Daniela Reinhardt und Kitaleiterin Carmen Ziegler. © Volker Engel
Kita-Fest

Im Video: Carmen Ziegler führt durch die neue Villa Kunterbunt in Ickern

Zwei Jahre lang wurde die Kita Villa Kunderbunt in Castrop-Rauxel umgebaut. Zwischendurch war nur noch ein Rohbau übrig. Dafür ist das fertige Gebäude aber umso schöner.

Für Kita-Leiterin Carmen Ziegler fühlt sich die Wiedereröffnung der Villa Kunterbunt in Ickern an, als würde sie nach langer Zeit nach Hause zurückkommen. Am Samstag (11.9.) hat die Kita ihr Eröffnungsfest gefeiert.

Nach einer anstrengenden Zeit: Wegen eines schweren Wasserschadens mussten alle Kinder und Erzieher im Sommer 2019 aus ihrem „Zuhause“ an der Zechenstraße ausziehen.

Die Reparatur war aufwändig, die Kita wurde kernsaniert. „Das Wasser hatte sich überall seinen Weg gesucht“, sagt Ziegler. Währenddessen waren mehr als 20 Erzieher und fast 80 Kinder im Pavillon der ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG) an der Waldenburger Straße untergebracht.

Fußbodenheizung und neue Küche

„Dort wurden wir gut aufgenommen“, sagt Carmen Ziegler im Nachhinein. „Es war wirklich kein Gefühl von Unwohlsein in der JKG, aber zurückzukommen ist trotzdem schön.“ Vor allem, weil das umgebaute Gebäude jetzt einiges zu bieten hat.

Beim „Baustellen-End-Fest“, wie Bürgermeister Rajko Kravanja es in seiner Rede nennt, präsentiert Carmen Ziegler stolz die neuen Räume. Mit hellen Böden, Fußbodenheizung und einer zweiten Spiel-Ebene in jedem Gruppenraum.


„So gewinnen wir Platz und die Kinder haben einen Rückzugsort. Den brauchen sie auch. Es ist nicht gut, wenn Kinder sich immer von Erwachsenen beobachtet fühlen“, sagt sie.

Alles ist gemütlich und mit Lichterketten geschmückt. Es gibt mehrere Schlaf- und Wickelräume für die ganz Kleinen. Außerdem neue Toiletten und eine moderne Küche.

Am Samstag werden dort fleißig Brötchen für die Bratwürste aufgeschnitten, die es draußen am Grillstand gibt. „An den Wochentagen bereiten wir hier Frühstück und Mittagessen frisch zu“, sagt Ziegler.

450.000 Euro hat der Umbau gekostet. 208.000 Euro zahlte wegen des Wasserschadens die Versicherung, der Rest des Geldes kam aus dem städtischen Haushalt.

„Ich dachte, das wird nie was“

Carmen Ziegler fühlt sich wohl in den schönen neuen Räumen, seit Mai „wohnt“ die Kita wieder dort. Dabei hatte sie zwischenzeitlich Zweifel, ob die Sanierung überhaupt jemals fertig würde.

„Als ich mir die Baustelle nach dem ersten Jahr angeschaut habe, war ich entsetzt. Nichts war mehr wiederzuerkennen, das war hier wirklich alles ein Rohbau. Ich habe mich richtig erschrocken und dachte, das wird nie was“, erinnert sie sich.

Zieglers Wunsch für die Zukunft ist deswegen: „Ich möchte keine weitere Katastrophe mehr.“ Bürgermeister Rajko Kravanja teilt ihren Wunsch. „Die Eröffnung des neuen Anbaus war 2015 meine allererste Amtshandlung als Bürgermeister. Ich freue mich, heute wieder hier zu sein, aber ein drittes Mal komme ich nicht zu euch“, sagt er und lacht. Fürs Erste habe es wirklich genug Baustellen an der Zechenstraße 1c gegeben.

Über die Autorin
1997 in Dortmund geboren. Dort seit 2017 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz. Habe die Stadt dabei neu kennen und lieben gelernt. Mag die großen und kleinen Geschichten um mich herum, Bücher, schreiben und fotografieren.
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Rebekka Antonia Wölky

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