Auf der Wiese hinter dem Hauptbahnhof können die Castrop-Rauxeler in Zukunft ihre Fahrräder diebstahlsicher abstellen. Denn hier entsteht eine große Fahrradstation. © Rebekka Wölky
Fahrradparkhaus

Im Video: So wird die Fahrradstation am Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof

EUV-Vorstand Michael Werner erklärt, wie die Fahrradstation hinter dem Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof aussehen soll. Neben dem eigentlichen Abstellraum sind einige Extras geplant.

Noch ist an der Stelle, an der die neue Fahrradstation hinter dem Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof entstehen wird, ein Gebüsch. Das soll aber noch in diesem Jahr von der Wiese zwischen Bahnhofsausgang und Wartburgstraße verschwinden. Und Platz machen für eine Radstation, in der Pendler ihre Räder diebstahlsicher abstellen können, bevor sie in einen Zug steigen.

Das Fahrradparkhaus wird eine überdachte Boxenkonstruktion aus Stahl sein, mit Stellplätzen für bis zu 80 Fahrräder. Eine ähnliche, aber kleinere Radstation gebe es etwa am Bahnhof Dortmund-Mengede, sagt EUV-Vorstand Michael Werner. Und: „Die Tiefbauarbeiten finden noch dieses Jahr statt.“ Aufgebaut werde die Radstation dann 2022.

Elektronisches Schloss

Zugang zu der Station bekommt man über das System DeinRadschloss. „Die Radfahrer registrieren sich im Internet. Dann funktioniert DeinRadschloss wie ein elektronischer Schlüssel zur Station“, sagt Michael Werner. So bleiben die Fahrräder an Ort und Stelle und die Pendler erleben bei ihrer abendlichen Rückkehr keine böse Überraschung.

Das System DeinRadschloss wird vom Bundesumweltministerium und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gefördert. Die Internetseite des Systems zeigt, wo es im VRR-Gebiet Radstationen gibt. Man wählt die gewünschte Station aus und kann dann einen freien Radstellplatz für ein Zeitfenster buchen.

Auch darüber, einen Wachdienst einzusetzen, der ein Auge auf die Station haben und gleichzeitig den Platz nördlich des Bahnhofs sauber halten könnte, denkt der EUV nach. „Hier werden schließlich auch höherwertige Fahrräder abgestellt“, erklärt Michael Werner.

Der VRR zahlt 90 Prozent

Auch zwei E-Ladesäulen für E-Bikes und Pedelecs seien geplant. „Und eine solarbetriebene Beleuchtungsanlage würden wir gern installieren.“ Dass die Fahrradstation ein Gründach bekommen soll, stehe bereits fest.

Der VRR fördert die Fahrradstation am Hauptbahnhof zu 90 Prozent. Die Kosten betragen vorerst – ohne Solar-Beleuchtung und Sicherheitsdienst – 250.000 Euro. „Die Voraussetzung zur Förderung beim VRR war, dass wir das System DeinRadschloss nutzen“, erklärt Michael Werner. Die verbleibenden 25.000 Euro werden aus dem Budget des EUV gezahlt.

Über die Autorin
1997 in Dortmund geboren. Dort seit 2017 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz. Habe die Stadt dabei neu kennen und lieben gelernt. Mag die großen und kleinen Geschichten um mich herum, Bücher, schreiben und fotografieren.
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Rebekka Antonia Wölky

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