Einkaufen an der Siemensstraße in Castrop-Rauxel wird ab Montag wieder mit Negativtest oder Impfnachweis (zwei Impfungen plus Karenzzeit) oder einer nachgewiesenen durchgemachten Infektion, die nicht länger als sechs Monate her ist, möglich. © Tobias Weckenbrock
Coronavirus

Jetzt offiziell: Einzelhandel im Kreis darf ab Montag wieder öffnen

Freitag ist der fünfte Werktag in Folge, an dem der Inzidenzwert im Kreis unter 150 liegt. Und das inzwischen sogar deutlich. Damit darf der Einzelhandel wieder öffnen. Das ist nun offiziell.

Tag für Tag schauen die Einzelhändler in Castrop-Rauxel auf die Inzidenzzahlen. Von ihnen hängt es ab, ob sie weiter ihre Läden geschlossen lassen müssen und Kunden höchstens vor der Tür bedienen können, oder ob sich die Türen wieder öffnen. Nun ist es offiziell: Ab Montag (10.5.) dürfen die Läden öffnen. Die morgendliche Nachrichtenlage lies das zu.

Am fünften Werktag in Folge lag der Inzidenzwert im Kreis Recklinghausen schließlich unter 150. Und das deutlich. Das Landeszentrum Gesundheit NRW meldete einen Wert von 128, ein Minus von 11,2. Am Freitagnachmittag (7.5.) dann folgte die Meldung vom Kreis: Die Allgemeinverfügung vom Land sei eingegangen. Somit steht der Öffnung des Einzelhandels nichts mehr im Wege.

Was passiere, wenn die Inzidenz am Samstag und/oder Sonntag wieder über 150 springen sollte? Wird es dann kurzfristig doch nichts mit den Lockerungen? Svenja Küchmeister kann beruhigen. Dann ändere sich erst einmal nichts, sagt die Kreis-Pressesprecherin auf Anfrage.

In der Castroper Altstadt dürfen die Läden am Montag wieder öffnen.
Auch in der Castroper Altstadt dürfen die Läden am Montag wieder öffnen. © Sylvia Schemmann (Archiv) © Sylvia Schemmann (Archiv)

Drei Tage in Folge müsste die Inzidenz über 150 liegen, um dem Handel wieder strengere Maßnahmen zu verordnen. Am übernächsten Tag, also dem fünften, träte dann die alte, strengere Regelung in Kraft.

Einen Unterschied gibt es allerdings. Damit Maßnahmen gelockert werden könnten, wird immer auf die Inzidenz an Werktagen geschaut. Deshalb dauerte es auch etwas länger, als erstmals die Inzidenz unter 150 fiel. Das war bereits am 1. Mai der Fall. Aber der war eben kein Werktag und zählte deshalb nicht mit. Um Maßnahmen zu verschärfen, wird dagegen auf die Infektionszahlen an jedem einzelnen Tag – also auch Samstag und Sonntag – geachtet.

Einkaufen wieder mit Click & Meet und bestimmten Nachweisen

Die Einzelhändler muss das gerade nicht allzu viel interessieren. Sie können sich auf die montägliche Öffnung konzentrieren. Was gilt dann? Kunden müssen zum einen nach dem Click & Meet-Prinzip einen Termin vereinbaren. Das geht in Castrop-Rauxel aber meistens auch direkt an der Ladentür.

Darüber hinaus muss der Kunde einen negativen Corona-Test vorzeigen. Oder einen Nachweis erbringen, dass er geimpft oder genesen ist. Dann kommt er auch so zum Shopping-Genuss.

Für die Geschäfte gelten derweil „klare Vorgaben, wie viele Kunden gleichzeitig im Ladenlokal sein dürfen“, schreibt der Kreis: „Solange die Wocheninzidenz über 100 liegt, darf sich ein Kunde pro angefangene 20 Quadratmeter Verkaufsfläche im Geschäft aufhalten.“

Sonderregeln habe das Land „für Buchhandlungen und Gartenmärkte festgelegt: Der Besuch dieser Geschäfte ist unabhängig von der Inzidenz nur mit Termin und begrenzt auf einen Kunden pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche zulässig. Durchgehend geöffnet sind unabhängig von der Sieben-Tages-Inzidenz Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Optiker oder Blumengeschäfte“, so der Kreis Recklinghausen.

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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen
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