Der Bahnsteig vom Bahnhof Castrop-Rauxel Süd ist am Mittwoch (11.8.) verwaist. Die Emschertal-Bahn fährt nicht. © Lydia Heuser
Lokführer-Streik

Kein Zugverkehr in Castrop-Rauxel Süd: Wie kommen Pendler ans Ziel?

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hat zum Streik aufgerufen. Güter- und Fernverkehr und auch der Nahverkehr sind massiv beeinträchtigt. In Castrop-Rauxel wurden zwei Haltestelle gar nicht angefahren.

Die GDL hat für 48 Stunden zum Streik aufgerufen. Seit Mittwochnacht, 2 Uhr, ist der Nah- und Fernverkehr stark eingeschränkt. Zwar werden im Nahverkehr viele Strecken durch andere Bahnunternehmen bedient, deren Personal nicht streikt, aber trotzdem kann es auch hier Verspätungen und Ausfälle geben. Denn: „Durch die Streikmaßnahmen kann es zu besetzten Gleisen, Abstellungen sowie unbesetzten Stellwerken kommen“, informiert Abellio auf seiner Homepage.

Das private Unternehmen betreibt die Regionalbahn 32 und die S2. Wer also mit dem Zug nach Essen oder Dortmund (S2) oder in Richtung Duisburg möchte (RB 32), der kann ab Castrop-Rauxel Hauptbahnhof fahren.

Ein Zug fährt während des Streiks nicht

Die Deutsche Bahn gab am Tag vor dem Streik bekannt, dass wohl nur eine Linie nicht fahren werde; und zwar die, die stündlich zwischen Dortmund und Dorsten pendelt. Die Emschertal-Bahn macht Halt in Castrop-Rauxel Süd und Merklinde.

Am Mittwochmorgen, dem ersten Streiktag, ist nichts los am Bahnsteig. Durchsagen und Anzeigen weisen darauf hin, dass die Bahn ausfällt. Die Parkplätze im Umkreis, die sonst von Pendlern genutzt werden, sind weniger gut besucht als üblich.

Diese Alternativen gibt es für Pendler

Der Bahnstreik hat sich wohl rumgesprochen. Es gibt von der Altstadt aus schließlich auch andere Möglichkeiten, zum Beispiel den Bus. Vom fußläufig erreichbaren Münsterplatz fahren Busse nach Herne Bahnhof zur Ruhr-Universität Bochum, nach Recklinghausen und Datteln. Oder man kombiniert Bus und Bahn.

Nach Dortmund Hauptbahnhof kommt man beispielsweise mit dem Bus 482 vom Bussteig 9. In zehn Minuten gelangt man zum Hauptbahnhof in Castrop-Rauxel und dort kann man in den RE3 in Richtung Hamm steigen. Insgesamt braucht man knapp eine halbe Stunde ins Zentrum der Nachbarstadt.

Eine weitere Alternative wäre ein Taxi. In der Nähe des Busbahnhofs stehen zahlreiche Taxen und warten auf Kundschaft. Mehr los sei wegen des Bahnstreiks nicht. „Wir sind hier halt keine Großstadt“, sagt Taxifahrer Uwe Fuchs. Dort, vermutet er, würde man das vielleicht eher merken. Das große Geschäft machen sie während der Streiktage jedenfalls nicht.

Uwe Fuchs und auch seine Kolleginnen finden es nicht gut, dass die Gewerkschaft der Lokführer wieder zum Streik aufgerufen hat. „Die wollen die Bahn doch auswringen“, meint Uwe Fuchs. Er findet, das Unternehmen sei durch die Flutschäden schon genug gebeutelt.

Verständnis bringen auch die befragten Leute am Busbahnhof nicht auf. Wer wissen will, welcher Zug fährt und welcher wegen des Streiks ausfällt, der kann sich auf www.zuginfo.nrw informieren.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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