In der Fußgängerzone gilt keine Maskenpflicht mehr - außer auf dem Wochenmarkt. © Foto Thomas Schroeter
Coronavirus

Keine Maskenpflicht in der Fußgängerzone – aber wo muss man sie noch tragen?

Der Kreis Recklinghausen ist in der Inzidenzstufe 1. Ab Samstag muss keiner in der Fußgängerzone eine Maske tragen. Doch wo herrscht Maskenpflicht? Und muss es immer die medizinische Maske sein?

Die Inzidenzstufe 1 gilt seit Freitag (11.6.) offiziell im Kreis Recklinghausen. Parallel dazu hat der Kreis seine Allgemeinverfügung aufgehoben: Keiner muss mehr in der Fußgängerzone eine Maske tragen. Das gilt in Castrop-Rauxel aber nicht immer. Auch an anderen Orten herrscht noch Maskenpflicht.

„Die niedrigen Fallzahlen ermöglichen uns einen großen Schritt in Richtung Normalität. Dazu gehört auch, dass wir unsere über die Coronaschutzverordnung hinausgehenden Maßnahmen aufheben“, erklärte Landrat Bodo Klimpel am Freitag zu der Entscheidung, auf die sich der Kreis Recklinghausen und seine zehn Städte mit Blick auf die sinkende 7-Tage-Inzidenz geeinigt hatten.

Die Coronaschutzverordnung des Landes allerdings hat weiter Bestand. Und damit gibt es auch Ausnahmen in der Innenstadt. Wenn Wochenmarkt ist, muss weiter Maske getragen wird. Das gilt auch in der Castroper Altstadt.

In Bus und Bahn sind weiter FFP2-Masken vorgeschrieben

Es gibt weitere Regelungen zum Tragen von Masken, die im Paragraf 5 zusammengefasst sind. Dabei wird auch zwischen verschiedenen Arten von Masken unterschieden.

Die schärfsten Regeln betrafen bisher Bus und Bahn mitsamt den Haltestellen. Hier waren sogenannte Atemschutzmasken vorgeschrieben, also FFP2-Masken. Seit Samstag reichen auch medizinische Masken aus, sogenannte OP-Masken. Sie müssen auch am Sitzplatz getragen werden.

Wer ins Museum im Schiffshebewerk geht, wer einen Ausflug in die Nachbarstadt zum Tierpark macht, träft weiterhin OP-Masken, Sie sind auch vorgeschrieben in Museen, Galerien, Theatern, Kinos oder Bibliotheken. Arztpraxen, Apotheken und generell alle Geschäfte dürfen weiterhin nur mit einer solchen Maske betreten werden. Das gleiche gilt für Gottesdienste und anderen Versammlungen in geschlossenen Räumen. Wenn der Gottesdienst im Freien stattfindet, reicht eine Alltagsmaske. Das kann dann auch ein Schal sein.

Maskenpflicht weiter auf Parkplätzen von Geschäften

Auch zum Friseur geht es weiter nur mit der medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung. Wenn zulässigerweise die Maske nicht getragen werden muss, muss das Personal nicht nur eine OP-Maske, sondern sogar eine FFP2-Maske tragen.

Maskenpflicht, egal welcher Art, besteht auch im Umfeld von geöffneten Einzelhandelsgeschäften, das heißt auf den Zuwegungen zu dem Geschäft innerhalb einer Entfernung von 10 Metern zum Eingang, auf dem Grundstück des Geschäftes sowie auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen. Auch auf dem Wochenmarkt reicht eine solche Alltagsmaske.

In Schulen in NRW bleibt die Maskenpflicht erst einmal

In den Schulen anderer Bundesländer wurde die Maskenpflicht dank der niedrigen Inzidenzen bereits wieder aufgehoben. In NRW allerdings bleibt es erst einmal dabei. Hier greift die Coronabetreuungsverordnung. Masken dürfen nur zu bestimmten Gelegenheiten wie dem Sportunterricht abgesetzt werden. Darüber entscheidet die Lehrkraft. Frühestens nach den Sommerferien könnte sich in unserem Bundesland etwas ändern.

Weiter gelten außerdem die grundlegenden Hygiene-Regeln. Abstand halten ist weiter angesagt. Bürgermeister Rajko Kravanja hatte im Interview mit unserer Redaktion gesagt: „Gleichwohl rufen wir dazu auf und sagen, da, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen, da macht eine Maske durchaus Sinn und man darf sie auch freiwillig aufsetzen. Nur weil man es nicht mehr muss, heißt das nicht, dass man es nicht mehr machen sollte.“

In einer ersten Fassung hatten wir geschrieben, dass in Bus und Bahn noch FFP2-Masken notwendig sind. Das gilt, anders als am Samstag auf der Homepage des Kreises zu lesen, nicht mehr.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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