Die Maskenpflicht in den Schulen gehört abgeschafft, findet unsere Autorin. © dpa
Meinung

Keine Nachteile mehr für Kinder: Schafft die Maskenpflicht in den Schulen ab!

Überall wird gelockert und Regeln werden aufgehoben. Nur in den Schulen tut sich noch nichts. Ein Unding, findet unsere Autorin. Sie fordert eine Aufhebung der Maskenpflicht für Schüler.

So langsam könnte man wirklich meinen, Corona wäre vorbei. In der Innenstadt trägt man keine Masken mehr, in den Eisdielen sitzen die Menschen draußen und über allem liegt eine sommerliche Sorgenfreiheit. Die Maßnahmen werden Stück für Stück gelockert. Allerdings wird ein Bereich bisher ausgenommen: die Schule.

Dabei sollte es gerade in den Schulen heißen: weg mit der Maskenpflicht! Die Kinder und Jugendlichen haben die Masken vor allem getragen, um die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung zu verlangsamen. Die Gesundheit des einzelnen Kindes (ohne Vorerkrankungen) spielte eine untergeordnete Rolle. Es ging darum Omas und Opas zu schützen.

Aber alle Großeltern hatten mittlerweile die Chance, sich impfen zu lassen und selbst viele Eltern und die meisten Lehrerinnen und Lehrer dürften geimpft sein. Kinder müssen keine Maske mehr tragen, um ältere Mitmenschen zu schützen..

Wer jetzt sagt, die Kinder seien eben in geschlossenen Räumen und müssen deswegen Masken tragen, der sollte an die Restaurants denken. Die Innen-Gastronomie wurde geöffnet. Hier kann man logischerweise keine Maske tragen. Wenn das Masken tragen in geschlossenen Räumen so wichtig ist, hätte die Politik die Innengastronomie niemals öffnen dürfen.

Die Masken schränken Kinder ein

Das Maskentragen bringt Nachteile mit sich, die angesichts der aktuellen Corona-Lage nicht mehr vertretbar sind. Fremdsprachen lassen sich unter einer Maske schlechter lernen, bei kleineren Kindern gehört es zur Entwicklung dazu, die Gesichter der Spielkameraden zu sehen und lernen, wie sie zu lesen sind.

Für den Schutz der Kinder würde es reichen, sie zwei Mal pro Woche zum Test zu bitten – wie gehabt.

Mit den Lockerungen ist auch in der Freizeit wieder viel mehr möglich. Die gleichen Kinder, die vormittags mit Masken und weitem Abstand im Klassenzimmer sitzen, spielen nachmittags eng an eng Fußball. Die strengen Maßnahmen in den Schulen sind kaum zu rechtfertigen, wenn man sich die Lockerungen in anderen Bereichen ansieht. An die Schulen wurde in der Pandemie oft zuletzt gedacht. Als es darum ging, sie zu schließen und zu öffnen oder als es an der Zeit war, Testkonzepte zu entwerfen.

Die Politik darf jetzt bei den Lockerungen nicht schon wieder im Bereich Schule patzen, wenn sie vor der Wählerschaft der Eltern und der künftigen Wählerschaft der Kinder und Jugendlichen glaubhaft bleiben will.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
Zur Autorenseite
Nora Varga

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.