Am 1. Oktober hat in Castrop-Rauxel die Familienkirmes begonnen. Das ist der Ersatz für die Herbstkirmes. Kleiner, aber gemütlich. © Tobias Weckenbrock
Castroper Familienkirmes

Kirmes in der Altstadt eröffnet: Verkehrs-Wirren und Familien-Freuden

Die Kirmes in Castrop hat begonnen. Kleiner als sonst, prägt sie prägt trotzdem das Verkehrsgeschehen. Donnerstag soll es zu chaotischen Zuständen gekommen sein. Unser Livestream zeigt den Start.

Familienkirmes ist der Name, den der EUV für die kleine Version der Herbstkirmes erfunden hat: Der Viehmarkt ist seit Freitag und bis einschließlich Montag voller Karussells und Buden. Der Marktplatz, der sonst auch als Rummel für die großen Fahrgeschäfte dazu kam, bleibt als Parkplatz erhalten.

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Familienkirmes beendet lange Pandemie-Pause

Bei unserem Rundgang über den kleinen, aber gemütlichen Rummel zwischen Marktplatz und Stadtgarten zeigten sich viele Menschen froh, dass nach der Corona-Pause endlich wieder Feste und Veranstaltungen wie diese möglich sind.

„Endlich wieder raus!“

„Endlich wieder was für die Kinder, endlich wieder raus“, sagte die Mutter zweier Mädchen, die beide Zuckerwatte schnuckerten und zufrieden dreinschauten. Kein Wunder, denn sie durften vorher aufs Riesen-Trampolin und in drei Karussells. Und am Samstag, da sei dann auch der Papa mit dabei. Die nächste Runde…

„Ich trage die Maske, damit fühle ich mich besser, aber wir sind ja draußen“, sagte die junge Frau noch. Das handhabten aber nicht alle so: Etwa die Hälfte der Gäste am Nachmittag spazierte ohne Maske, die andere Hälfte mit. Beides ist erlaubt, je nachdem, wo man sich aufhält: In Schlangen, in den Fahrgeschäften und an Ständen sollen Masken getragen werden. Laut NRW-Verordnung sind seit Freitag gar keine Masken und Abstände im Freien mehr nötig. Der EUV hat hier aber jetzt spontan nicht mehr umgestellt.

Auch die Beschicker, rund 30 sind es in dieser Version der Kirmes, wirken zufrieden: Der Mann am Churros-Stand war vergangene Woche schon in Datteln, ist nächste Woche in Dortmund-Hörde – und freute sich am Freitag auf die Castrop-Rauxeler Gäste. Um 15 Uhr verteilte die stellvertretende Bürgermeisterin Kathrin Lasser-Moryson Lebkurchenherzen an Kinder und stach ein Fass Bier an.

Verwirrung um geänderte Verkehrsführung

Vergessen der Ärger von Donnerstagmorgen: Die Verkehrsführung in der Altstadt ist anders als sonst und sorgte zum Teil für Verwirrung. Der Verkehr wird auf der Mühlenstraße am Gretenkord-Haus am Marktplatz entlang vor der Sparkasse zum Biesenkamp geführt. Dort ist die Verkehrsrichtung umgekehrt: keine Zufahrt vom Biesenkamp zum Marktplatz möglich.

Von der Lönsstraße aus wird der Verkehr, auch die Busse, über die Widumer Straße zum Altstadtring umgeleitet. Donnerstag sollen phasenweise Autos vom Markt aus am Reiterbrunnen entlang in die schmale Fußgängerzone gerollt sein.

An der Lönsstraße wird der Verkehr über die Widumer Straße aus der Altstadt abgeleitet. Aber wer rein fährt, kann links über den Marktplatz zum Biesenkamp fahren.
An der Lönsstraße wird der Verkehr über die Widumer Straße aus der Altstadt abgeleitet. Aber wer rein fährt, kann links über den Marktplatz zum Biesenkamp fahren. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Zudem fehlt ein Schild vor der Sparkasse: Wer vom Markt-Parkplatz runter möchte, der muss hier normalerweise rechts abbiegen. Das Schild mit dem blauen Pfeil ist jetzt zugehängt. Aber ein Links-Abbieger-Ersatzschild fehlt. Wer rechts fährt, fährt bis zum Kirmes-Zaun: in eine Sackgasse.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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