Landtagswahl

Lisa Kapteinat (SPD) tritt bei der Landtagswahl 2022 erneut an

Lisa Kapteinat aus Castrop-Rauxel will im Landtag bleiben. Sie tritt wieder zur Wahl an. In Düsseldorf will sie für einen Politikwechsel kämpfen. Dabei hat sie bestimmte Personen im Blick.
Lisa Kapteinat von der SPD kandidiert im kommenden Jahr erneut für den Landtag. © Archiv

Die SPD hat Lisa Kapteinat für die NRW-Landtagswahl im Mai 2022 aufgestellt. Sie sitzt seit 2017 im Landtag und vertritt dort Castrop-Rauxel, Datteln und Waltrop. Die amtierende Mitte-Rechts-Regierung aus CDU und FDP sieht die 32-jährige Rechtsanwältin nach vier Jahren in Düsseldorf kritisch.

„Ich habe mit so vielen Menschen gesprochen, die von der Politik enttäuscht waren“, sagt sie. Anrufe und Nachrichten von Bürgern hätten sie erreicht, die eine Mischung aus Wut, Verzweiflung und Unverständnis ausgedrückt hätten. Deswegen wünscht sie sich einen Politikwechsel in NRW.

Fünf sozialdemokratische Ziele bleiben

An den fünf Zielen, die sie seit fünf Jahren in Düsseldorf verfolgt, will die Juristin auch in Zukunft festhalten. Und die sind klassisch sozialdemokratisch: Es geht unter anderem um bessere Chancen für Kinder und Jugendliche, bezahlbaren Wohnraum und einen sozialen Arbeitsmarkt.

Außerdem will Kapteinat sich weiterhin für Digitalisierung und eine moderne Verkehrspolitik einsetzen. „Gerade der Klimawandel und die Auswirkungen der Pandemie haben bewiesen, wie wichtig es ist, dass wir an diesen Punkten arbeiten“, sagt sie.

Mit der aktuellen Landesregierung bewege man sich aber in die falsche Richtung. In vielen Bereichen herrsche Stillstand, bei den erneuerbaren Energien sogar Rückschritt, so Lisa Kapteinat.

Corona bringt neue Herausforderungen

Zusätzlich zu den bereits bekannten Punkten sieht sie neue Herausforderungen in den Nachwirkungen der Corona-Pandemie auf die körperliche und psychische Gesundheit vieler Menschen. Dabei hat Kapteinat einige Personengruppen besonders im Blick. Kinder und Jugendliche, Eltern, Senioren und Seniorinnen zum einen. Zum anderen aber auch Beschäftigte in der Pflege und im Gesundheitssystem, an Supermarktkassen und in Schulen und Kitas. Sie würden auf dem Zahnfleisch gehen und es sei Aufgabe der Politik, ihre Leistungen durch mehr zu würdigen als nur Applaus.

„Diese Menschen verdienen den nötigen Respekt für ihre Arbeit“, meint Kapteinat. „In den letzten Jahren habe ich selbst miterleben dürfen, dass die Regierung aus CDU und FDP diesen oft genug hat vermissen lassen.“

Kapteinat will auch in Zukunft Politik als direkte Ansprechpartnerin für die Menschen machen, sagt sie. 2017 zog sie mit 45,45 Prozent der Erststimmen erstmals in den Landtag ein. Sie ist Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Castrop-Rauxel, der derzeit etwa 800 Mitglieder hat.

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