Günstiger Wohnraum in Castrop-Rauxel ist knapp. Das weiß man seit langer Zeit. Geändert hat sich bis heute nichts. © Thomas Schroeter
Meinung

Mieten steigen: Die Entwicklungsgesellschaft der Stadt muss endlich handeln

Dubiose Wohnungsgesellschaften schieben sich Bestände untereinander zu. Bezahlbare Mietwohnungen sind Mangelware. Zeit zu handeln. Was tut eigentlich die Entwicklungsgesellschaft der Stadt?

Am 7. Mai 2020, so ist es dem Handelsregister zu entnehmen, ist der Gesellschaftsvertrag für die Entwicklungsgesellschaft Castrop-Rauxel GmbH geschlossen worden. „Mit der Ecas GmbH wird eine aktive Wohnbauland-Entwicklung wieder möglich“, hatte die Stadt dazu erklärt.

Passiert ist seitdem offenbar nichts. Die Ecas ist in der Öffentlichkeit nicht aufgetaucht. Aber die Mieten in Castrop-Rauxel steigen weiter kräftig. Dubiose Wohnungsgesellschaften schieben sich in Castrop-Rauxel die Wohnungsbestände hin und her.

Mieter müssen derweil bei stetig steigenden Nebenkosten und gleichzeitig sinkendem Service in ihren Wohnungen ausharren. Mangels Masse. Mangels Alternativen. Denn gerade im Bereich des preisgünstigen Wohnraums herrscht Ebbe in der Stadt. Angebote machen in diesem Segment quasi nur die Heuschrecken.

Gegenstand ist Förderung des Wohnungsbaus

Um genau solche Entwicklungen zu brechen, war die Ecas erdacht worden. „Gegenstand der Gesellschaft ist der für die Förderung des Wohnungsbaus und der Stadtentwicklung notwendige bzw. zweckmäßige Erwerb, die Verwaltung, die Baureifmachung, die Erschließung und der Verkauf von bebauten und unbebauten Grundstücken im Stadtgebiet.“

So steht es im Handelsregister. Die Gesellschaft sollte dringend anfangen, ihre Hausaufgaben zu machen. Mit der Sparkasse hat man einen erfahrenen Immobilien-Partner im Boot. Wir wollen jetzt Ergebnisse sehen, nicht nur Absichtserklärungen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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