Radfahrer müssen hier an der Emscherbrücke entweder den sehr schmalen Gehweg nutzen oder auf die Fahrbahn ausweichen. Die Brücke soll aber erneuert werden. Dann soll es hier auch einen galanten Anschluss ans „Emscherland“ geben. © Tobias Weckenbrock
Emscher

Neue Brücke für die Wartburgstraße: Erste Pläne und Ideen bekannt

Der „Sprung über die Emscher“ ist nur einen Steinwurf entfernt: Die Brücke Wartburgstraße zwischen Habinghorst und Henrichenburg soll neu gebaut werden. Radfahrer sollen profitieren.

Es ist bisher nur ein loser Plan, eine Idee, noch nicht ausgereift. Und sie soll auch erst in diesem Herbst projektiert werden. Fest steht aber: Die Brücke, wo die Wartburgstraße die Emscher überquert, soll abgerissen und neu gebaut werden. Das gab EUV-Chef Michael Werner bei einem Vor-Ort-Termin mit unserer Redaktion preis.

Aber was genau ist geplant? Das steht noch nicht fest, zumal hier verschiedene Behörden involviert sind: Der EUV-Stadtbetrieb ist im Boot, die Emschergenossenschaft auch und vor allem der Kreis Recklinghausen. Denn die Wartburgstraße (K28) ist eine Kreisstraße.

Die Wartburgstraße von Habinghorst nach Henrichenburg soll verbreitert werden. Von der Heerstraße bis zur Freiheitstraße wird irgendwann gebaut. Dabei wird auch die Brücker über die Emscher neu gemacht.
Die Wartburgstraße von Habinghorst nach Henrichenburg soll verbreitert werden. Von der Heerstraße bis zur Freiheitstraße wird irgendwann gebaut. Dabei wird auch die Brücker über die Emscher neu gemacht. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Politisches Ziel ist seit Jahren schon, hier mindestens einen Radfahrer-Schutzstreifen ab der Siemensstraße in Richtung Norden aufzutragen. Das geht aus dem Nahmobilitätskonzept der Stadt hervor. Allerdings könnten die Pläne auch weiter gehen. Michael Werner (EUV-Chef) sprach von der Option, einen abgetrennten Radweg zu schaffen, zumindest von der Heerstraße bis zum Anschluss an der Freiheitstraße hin zur Kanalbrücke.

Die Brücke über die Emscher könnte dann eine Radwegeführung unterhalb der Wartburgstraße ins Plangebiet von Emscherland 2020 schaffen: Über die Berme entlang der Emscher, die hier einige Meter tiefer liegt als die Straße, könnte der Radweg dann in einem Schwenk direkt zum Vorplatz des „Sprungs über die Emscher“ weitergeführt werden, so Werner.

Eine der zwei wichtigen Nord-Süd-Achsen

Die Brücke an der Wartburgstraße gilt als marode, wie Michael Werner bestätigte. Die Radfahr-Situation wird hier schon seit Jahren angeprangert: Eine der zwei wichtigen Nord-Süd-Achsen Castrop-Rauxels, die die Stadtteile miteinander verbinden, ist für den Radverkehr nur stellenweise gut geeignet. Hier an der Wartburgstraße treffen das Freizeit- und das Alltags-Radwegenetz aufeinander. Den Anschlusspunkt will man darum besonders im Auge behalten.

Bis 2025 wolle man die Brücke eigentlich fertig haben, mutmaßt Michael Werner. Die Wartburgstraße werde dann breiter, um dem Alltags-Radverkehr einen eigenen, von der Straße abgetrennten Radweg zu geben.

Und was sagt die Emschergenossenschaft? „Das Projekt ist zwar bei uns angedockt, allerdings beginnen wir erst im November mit der Planung – und dann auch wirklich bei Null“, sagt Ilias Abawi, Sprecher von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV). „Es gibt zwar ein paar Eckdaten, aber die können sich schnell wieder ändern.“ Bauplanerisch ist dann wie beim „Sprung über die Emscher“ Simone Kern wieder involviert. Die wollte sich beim Ortstermin mit Verweis auf den Vor-Projektstand aber noch nicht äußern.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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