Am Dienstagmorgen musste sich die Feuerwehr um eine bei Lidl umgekippte „Ameise“ kümmern. © Feuerwehr Castrop-Rauxel
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Parallele Einsätze: Feuerwehr musste sich viele Ehrenamtliche zu Hilfe holen

Zweimal kurz hintereinander ist die Feuerwehr Castrop-Rauxel am Dienstag alarmiert worden. Der zweite Einsatz war an einem sensiblen Ort – mehrere ehrenamtliche Löschzüge mussten helfen.

Zwei ganz unterschiedliche Einsätze haben die Feuerwehr Castrop-Rauxel am Dienstagmorgen beschäftigt: Um kurz vor 7 Uhr wurde sie zur Wittener Straße gerufen. In der dortigen Filiale der Supermarktkette „Lidl“ war laut Feuerwehr beim Entladen eines Lkw eine Ameise umgekippt – ein von Hand gefahrenes Gerät, mit dem man Paletten transportieren kann.

„Es muss irgendwie von der Ladefläche gerutscht sein“, sagt Jesper Nickel von der Feuerwehr Castrop-Rauxel. Wie Fotos zeigen, kullerten Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten bunt durcheinander. Der Obst- und Gemüsematsch aber interessierte die Feuerwehr nicht. Da die Ameise „beschädigt“ war, bestand vielmehr die Sorge, dass Batteriesäure aus dem Akku ausgelaufen sein könnte. Dem war aber nicht so. „Die Kollegen vor Ort haben keinen Gefahrstoff ausmachen können“, sagte Nickel.

Einsatzleiter musste weitereilen

Der Einsatzleiter, der an der Wittener Straße vor Ort war, musste mitten im Einsatz bereits weitereilen: Eine gute halbe Stunde nach dem Anruf aus dem Lidl wurde die Feuerwehr zum Evangelischen Krankenhaus (EvK) gerufen. Eine Brandmeldeanlage hatte ausgelöst.

Fast 30 Einsatzkräfte fuhren daraufhin zur Grutholzallee: alle, die noch in der Hauptwache waren, zudem wurden laut Nickel gleich drei ehrenamtliche Löschzüge zur Hilfe gerufen. „Bei einem Alarm im Krankenhaus fahren wir gleich mit größerem Aufgebot hin“, sagt Nickel. Man wisse ja: Falls was wäre, wären gleich eine „Vielzahl von Personen“ betroffen. Noch dazu Personen, die das Gebäude nicht ohne weiteres selbstständig verlassen können.

Am Dienstagmorgen aber durften alle Patienten in ihren Betten bleiben: Wie sich herausstelle, hatte sich laut Nickel bei Sanierungsarbeiten so viel Staub gebildet, dass ein Rauchmelder auslöste. Normalerweise würden Rauchmelder im Umfeld von Bauarbeiten abgedeckt. Doch der Staub war offenbar so weit gezogen, dass er einen Rauchmelder erreicht hatte, der nicht verdeckt war.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski

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