In Henrichenburg soll ein Pendlerparkplatz im Bereich der A2-Auffahrt entstehen. Aber die Planung verschlingt weitere Jahre. © RVR 2020 Aerowest
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Pendlerparkplatz Henrichenburg: Bis zum Bau vergehen noch Jahre

150 Pendlerparkplätze sollen in Henrichenburg entstehen. Lange hat man auf das Okay zu den Plänen gewartet. Das gab es 2019. Aber bis der Parkplatz tatsächlich fertig wird, vergehen weitere Jahre.

Der Pendlerparkplatz in Henrichenburg ist ein seit Jahren diskutiertes Thema. Nun steht er wieder einmal auf der Tagesordnung der Gremien: Am Donnerstag, 17. Juni, im Betriebsausschuss 3.

We der Verwaltungsvorlage zu entnehmen ist, sei nach der Ausschreibung zum 1. November 2020 das Ingenieurbüro Brechtefeld & Nafe aus Sprockhövel mit der Planung der Gesamtmaßnahme beauftragt worden.

Die nötige „Grundlagenermittlung“ durch den EUV habe man in großen Teilen abschließen können, der Projektraum sei durch die Vermessungsabteilung von Straßen.NRW bis Januar 2021 vermessen worden.

Wer aber glaubt, dass es damit nun rasch los gehen könne mit dem seit Jahren sehnlich von vielen Pendlern erwarteten Parkplatz an der B235 unmittelbar nördlich von Hof Sanders, der sieht sich getäuscht.

Vorplanung beginnt jetzt erst

Denn nun befindet man sich erst in der „Vorplanung“. Heißt: Auf Basis der bisherigen Daten werden gegenwärtig die Planungsgrundlagen analysiert und zusammengefügt. Für die Fläche des Mitfahrerparkplatzes und den Straßenabschnitt bis Henrichenburg-Mitte werden bis zu drei Varianten zur Erarbeitung eines Planungskonzeptes erstellt und untersucht.

Dann müssen noch begleitend zur Entwurfsplanung eine „Landespflegerische Begleitplanung“ vorgenommen und die Lärm-Auswirkungen untersucht sowie ein Bodengutachten für die landwirtschaftliche Fläche sowie den Straßenverlauf der B 235 angefertigt werden.

Das klingt nicht nur mühsam und zäh, das ist es wohl auch. Denn der Bericht der Variantenuntersuchung und die abschließende Dokumentation der Vorplanung für das Gesamtprojekt werden für das 3. Quartal 2021 avisiert. Sie sollen dem B3-Ausschuss nach der Sommerpause vorgestellt werden.

Die Entwurfsphase wird man bis voraussichtlich Ende 2021 abschließen können. Darauffolgend geht es aber weiter. Die Planung muss beim Landesbetrieb Straßen.NRW zur Prüfung eingereicht werden. Außerdem sind noch die Öffentlichkeit und die „Träger öffentlicher Belange“ zu beteiligen.

Wenn dann bis dahin und darüber hinaus alles reibungslos funktioniert, kann man laut Verwaltung mit der Ausführungsplanung und der folgenden Ausschreibung der Bauleistung im 3. Quartal 2022 beginnen.

Aktuell wird demnach ein Baubeginn in der Jahresmitte 2023 angestrebt. Also in zwei Jahren. Wenn alles rund läuft.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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