So soll die neue Zentralapotheke auf dem Gesundheitscampus am EvK aussehen. © Jonas Hildebrandt
Großbaustelle

Ramme kehrt zurück: Nächster Neubau am Gesundheitscampus Castrop-Rauxel

Am Castrop-Rauxeler Gesundheitscampus, der zwischen EvK und B235 entsteht, wurde der Grundstein für das vierte und letzte Gebäude gelegt. Bald kommt dort wieder die Ramme zum Einsatz.

Beim Richtfest für drei der vier Gebäude am Gesundheitscampus am EvK am Freitag (16.7.) hatte Bauherr Bernd Kaffanke eine Überraschung parat. Er und sein Team nutzten die Gelegenheit, um die Grundsteinlegung des vierten und letzten Gebäudes zu feiern. Neben Zentralküche, Pflegeheim und Kita entsteht ab sofort auch eine große Zentralapotheke.

Erstmal bedeutet das nun Lärm und Erschütterung. Denn wie schon bei den anderen drei Gebäuden müssen auch hier Pfähle in den Boden gerammt werden, um die Stabilität zu sichern. Ab dem 16.8. wird für etwa acht Werktage die Ramme wieder zum Einsatz kommen, um bis zu 70 Pfähle im Boden zu versenken, kündigt Kaffanke an.

Neue Apotheke bringt Vorteile für Patienten

Im Oktober 2022 soll die Apotheke in Betrieb genommen werden. Betreiber ist die Evangelische Krankenhausgemeinschaft, zu der auch das nebenan gelegene EvK gehört. Laut deren Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter soll die neue Zentralapotheke sieben Krankenhäuser versorgen.

Ziel des Projektes sei es, die beiden bisherigen Apotheken in Witten und Herne an einem Standort zusammenzulegen. Sorgen um ihren Arbeitsplatz müssen sich die dortigen Mitarbeiter nicht machen. „Alle Mitarbeiter werden zu gleichen Bezügen übernommen“, verspricht Bitter. 32 Personen sollen in der Apotheke arbeiten.

Die Beteiligten legten den Grundstein für die neue Zentralapotheke (v.l.): EvK Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter, Confirmus Geschäftsführer Bernd Kaffanke, Architektin Friederike Waldow und die Apothekenleiterinnen Diane Dieckmann und Annette Groteloh.
Die Beteiligten legten den Grundstein für die neue Zentralapotheke (v.l.): EvK Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter, Confirmus-Geschäftsführer Bernd Kaffanke, Architektin Friederike Waldow und die Apothekenleiterinnen Diane Dieckmann und Annette Groteloh. © Jonas Hildebrandt © Jonas Hildebrandt

Diese konzentriert sich allein auf die Versorgung der Krankenhäuser. Damit muss sie etwa 70.000 Patienten im Jahr versorgen. Der Vorteil des neuen zentralen Stützpunktes mitsamt neuester Technik liege beim Patientenschutz, meint Bitter: „Für jeden Patienten werden jeden Tag individuell die Medikamente zusammengestellt.“

Dadurch könne noch besser gewährleistet werden, dass Patienten keine falschen Medikamente bekommen. Diese individuelle Medikation soll es zunächst für vier Kliniken geben, später dann für alle sieben Krankenhäuser des Verbundes. Außerdem stelle dieser Vorgang auch eine Entlastung für Krankenschwestern und Krankenpfleger dar. Ihnen wird von der Apotheke die Aufgabe abgenommen, Medikamente einzuteilen.

Neues Logistikunternehmen wird gegründet

Solch ein Großprojekt bringe natürlich auch einen großen logistischen Aufwand mit sich, erklärt Bitter. Um diesem Sorge zu tragen, werde eine neue Gesellschaft gegründet, die für die komplette Logistik zuständig ist. Ab dem 1. Januar 2022 soll die Zentrale Logistik Gesellschaft (ZLG) offiziell an den Start gehen. Genug Zeit also, sich auf die Inbetriebnahme der Apotheke vorzubereiten.

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