Wohnen am Emscherufer neben der Alten Eiche: Das künftige Baugebiet nördlich der Heerstraße ist wohl das bekannteste in Castrop-Rauxel, weil es politisch so umstritten war. © Thomas Schroeter
Baugebiet Am Emscherufer

Stadtrat hat das letzte Wort: Bald können an der Eiche die Bagger rollen

Der Stadtrat kann am 24. Juni einen Schlussstrich ziehen unter die langen Diskussionen zum Wohnen an der Eiche. Wird der nötige Satzungsbeschluss gefasst, können bald die Bagger rollen.

Wenn im Stadtrat am Donnerstag, 24. Juni, nichts Unvorhersehbares passiert, hat die Castrop-Rauxeler Kommunalpolitik jetzt einen Strich unter das Thema „Wohngebiet an der alten Eiche“ gemacht, das inzwischen offiziell als Bebauungsplan Nr. 245H „Am Emscherufer“ firmiert.

Mit dem formal noch notwendigen Satzungsbeschluss endet die vorläufige Geschichte dieses Baugebietes, das in den vergangenen zwei Jahren wegen der Auseinandersetzungen um die berühmt gewordene Eiche am Rande der Fläche viele Diskussionen ausgelöst, den Baumbesetzer HambiPotter in die Stadt gespült und den Investor zu vielen Umplanungen gezwungen hat.

Wie Flächenvermarkter und Projektentwickler Torsten Velhorst, Mit-Geschäftsführer der Herner Firma Dreigrund, gehofft hatte, kommt der Satzungsbeschluss damit noch vor der politischen Sommerpause zustande. „Dann können wir im Sommer mit den Feldarbeiten starten, danach kann die Erschließung folgen und im Frühjahr 2022 kann es dann richtig losgehen mit dem Hausbauen“, hatte Velhorst zuletzt gegenüber unserer Redaktion erläutert

Im Frühjahr 2022, so glaubt er, könnten rund um die alte Eiche im Baugebiet die ersten Hausbauer tätig werden. Nach dem Satzungsbeschluss kann Velhorst dann auch mit der Vermarktung der 27 Grundstücke für Einfamilienhäuser beginnen, für die sich bereits viele Interessenten hatten vormerken lassen.

Der Bereich des Geländes, in dem Doppelhaushälften geplant sind, will Dreigrund an einen Bauträger vergeben. Und auch für die beiden Mehrfamilienhäuser, die in dem Gebiet zwischen Heerstraße im Süden und Emscher im Norden an der Wartburgstraße entstehen sollen, sucht Dreigrund noch einen Investor.

Im Gelände, so war am Donnerstag, 17. Juni, im Betriebsausschuss 3 zu erfahren, laufen derzeit Suchbohrungen des Kampfmittelräumdienstes. Demnächst soll es laut Planungsamtschef Philipp Röhnert auch noch eine Begehung durch Archäologie-Experten geben. Danach kann Dreigrund loslegen. Wenn der Rat keinen Strich durch die Rechnung macht.

Davon geht Ausschusschef Oliver Lind (CDU) zumindest nicht aus, denn der äußerte sich zufrieden darüber, dass man den langen Planungsprozess jetzt abschließen könne. „Wir haben gezeigt, dass wir in einem langen Diskussionsprozess vieles erreichen können hier in Castrop-Rauxel“, so Lind rückblickend auf die Eichen-Diskussion.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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