267 Fahrverbote

Trotz Horror-Unfällen: Raser auf der A2 mit 172 in Tempo-80-Zone geblitzt

Auf der A2 im Norden Castrop-Rauxels kommt es immer wieder zu Unfällen. Bei einem Blitzeinsatz in der dortigen Tempo-80-Zone waren viele Fahrer viel zu schnell, der schnellste fuhr 172.
Zwei Autos rasten im April 2020 in stehende Lastwagen. Die Folgen waren verheerend. © dpa

Auf der Autobahn 2 in Höhe von Castrop-Rauxel sind in den vergangenen Jahren mehrere schwere Unfälle passiert. Im Jahr 2020 etwa starben bei einem echten Horrorunfall drei Menschen. Immer wieder gehörte viel zu hohes Tempo zu den Unfallursachen auf diesem Autobahnabschnitt.

Im Verlauf der A2 in Richtung Oberhausen gibt es im Norden Castrop-Rauxels eine Linkskurve, die bei zu hohen Geschwindigkeiten immer wieder zu Unfällen geführt hat. Im April 2020 rasten etwa zwei Autos, ein 5er-BMW und ein Mercedes-SUV, kurz hintereinander in am Straßenrand parkende Lastwagen an der Auffahrt zum Autobahnrastplatz Ickern. Drei Menschen starben.

Um solche schwere Verkehrsunfälle zu vermeiden, gilt auf der A2 hinter dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest in Richtung Oberhausen inzwischen Tempo 80. Die Autobahnpolizei hat dort eine Messstelle eingerichtet. Eine Auswertung zeigt, dass das Tempolimit bei 80 km/h auf viel zu geringe Akzeptanz stößt.

298 Autofahrer hatten überhöhte Geschwindigkeit

Nach einem Blitzer-Einsatz in diesem Bereich kommen jetzt nach Mitteilung der zuständigen Polizei Dortmund auf gleich 267 von 298 zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmern Fahrverbote zu.

Am 22. Juli, so berichtet Polizeisprecher Peter Bandermann, fuhren zwischen 14 und 20 Uhr insgesamt 12.232 Fahrzeuge an der Messstelle vorbei. 298 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell. In den erwähnten 267 Fällen waren sie so schnell, dass nun Fahrverbote folgen.

Ein Autofahrer schaffte es an diesem Tag sogar mit 172 Stundenkilometern geblitzt zu werden.

Polizei will Kontrollen wiederholen

„Zu hohe Geschwindigkeit führt nicht nur zu Blechschäden oder Verletzten, sondern ist der Killer Nummer Eins“, so der Erste Polizeihauptkommissar Manfred Blunk als Leiter der zuständigen Autobahnpolizeiwache in Kamen. Weitere schwere Verkehrsunfälle in diesem Bereich der A2 müsse man über eine geringere Geschwindigkeit verhindern.

Bunk: „Deshalb unser dringender Appell an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer: Bitte halten Sie sich an Tempo 80 – so schützen Sie sich selbst und andere vor den weitreichenden Folgen eines schweren Verkehrsunfalls.“

Die Autobahnpolizei setzt die Messungen in dem Tempo-80-Bereich fort. Manfred Blunk: „Wir hoffen, dass die nächsten Messergebnisse im Sinne der Sicherheit besser ausfallen.“

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