554 Betreuungsplätze für unter Dreijährige kann die Stadt zum neuen Kita-Jahr vergeben. © Tobias Weckenbrock
Kinderbetreuung

U3-Betreuung: 554 Plätze werden in Castrop-Rauxel vergeben – reicht das?

Die SPD-Politikerin Lisa Kapteinat sorgt sich, dass nicht alle Eltern zum neuen Kita-Jahr einen Betreuungsplatz finden. Ob in Castrop-Rauxel Familien leer ausgehen, wird sich erst noch zeigen.

Lisa Kapteinat, Landtagsabgeordnete der SPD für Castrop-Rauxel, Waltrop und Datteln, hat kurz vor Beginn des neuen Kita-Jahres am 1. August Alarm geschlagen: Es gebe zu wenige Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Landesweit wie auch in der Europastadt.

Laut Kapteinat stehen in Castrop-Rauxel zum neuen Kita-Jahr 797 Plätze in Kitas und bei Tagesmüttern und -vätern zur Verfügung. Damit könnten 41,9 Prozent der Familien versorgt werden. NRW-weit seien es nur 40,6 Prozent, obwohl der Bedarf bei 46 Prozent liege, so Kapteinat. Ihre Schlussfolgerung: Auch in diesem Jahr könnten manche Eltern Probleme haben, einen Platz zu finden.

Stadt: Insgesamt 810 Plätze für U3

Die Zahlen der SPD-Politikerin decken sich fast mit denen, die die Stadt Castrop-Rauxel uns auf Anfrage mitteilt: Fürs Kita-Jahr 2021/22 gibt es in den Kitas und der Kindertagespflege insgesamt 810 U3-Plätze. 200 davon sind bei Tagesmüttern und -vätern. Neu vergeben werden konnten von diesen Plätzen zum 1. August 420 in Kitas und 134 in der Kindertagespflege (Stand: 23.6.)

Ob das heißt, dass es in Castrop-Rauxel Eltern geben wird, die fürs kommende Kita-Jahr keinen Platz bekommen, sei aber noch nicht absehbar. „Die Zahlen der Erhebung schwanken immer etwas in Abhängigkeit des Erhebungszeitpunkts. Aufgrund von Fluktuation aus unterschiedlichen Gründen steht auch die Zahl derjenigen, denen kein Platz angeboten werden kann, erst in ein paar Wochen fest“, erklärt die Stadt.

Sei weist darauf hin, man habe sich mittelfristig zum Ziel gesetzt, 42 Prozent der unter Dreijährigen in Castrop-Rauxel mit einem Betreuungsplatz versorgen zu können. Das habe man geschafft.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski

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