Die grünen Bewässerungssäcke sollen Bäume vor dem Austrocknen schützen. © Nora Varga
Natur

Über 300 Wassersäcke für Bäume in Castrop-Rauxel: So funktioniert’s

Um Bäume vor der Austrocknung zu schützen, hat die Stadt Castrop-Rauxel grüne Wassersäcke um Jungbäume gehängt. Mehr als 300 Bäume haben einen Sack erhalten. Aber wie funktionieren die Säcke?

Die meisten haben sie schon gesehen: Grüne Säcke hängen um die Bäume in Castrop-Rauxel. Die Säcke, sogenannte „Treegators“, sollen die Bäume vor dem Austrocknen schützen.

Aber wie funktionieren die grünen Säcke? „Die Säcke sind schnell zu befüllen und geben das Wasser so langsam ab, dass es einsickern kann und nicht ungenutzt abläuft“, erklärt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann.

Bei dieser Art der „Tröpfchen“-Bewässerung wird der Boden in der Baumscheibe nach und nach gewässert. So geht dem Baum kaum Wasser verloren, wie es beispielsweise bei einer schnelleren Bewässerung mit einem Schlauch der Fall sein kann.

Gerade Jungbäume erhalten die Bewässerungssäcke, denn für sie ist die Trockenheit besonders gefährlich. Aber auch älteren Bäumen, die sichtbar unter Trockenheit leiden, hängt die Stadt einen Sack um.

Einige Säcke schon gestohlen

Die Bewässerungssäcke hätten sich bewährt, sagt Pressesprecherin Hilleringmann. Über 300 Wassersäcke seien deshalb im Stadtgebiet im Einsatz, weitere seien erstmal nicht geplant. Einige Säcke seien laut der Stadt schon gestohlen worden.

Hintergrund für die Bewässerungssäcke ist die größere Trockenheit im Sommer, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt hat. Auch die starken Regenfälle derzeit ändern daran nicht viel.

„Ein paar kräftige Regenschauer können den Wassermangel nicht ausgleichen“, erklärte Klaus Breuer, Bereichsleiter Stadtgrün und Friedhofswesen, bereits im Jahr 2019. Bewohnerinnen und Bewohner sollen die Bäume vor ihren Häusern bei längeren Trockenzeiten deshalb zusätzlich selbst bewässern, so Breuer.

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