Vom Engelsburgplatz geht es rechts ab in die Ringstraße und dann weiter oberhalb der Altstadt. Dort kam es zu einem Unfall. © RVR 2020 Aerowest
Meinung

Umgestaltung Altstadtring: Ein wichtiger Anfang – nicht weniger, nicht mehr

In Castrop-Rauxel muss sich noch einiges tun für die Verkehrswende. Das bestreitet niemand. Wenn am Altstadtring alles so kommt, wie vorgestellt, wäre ein guter Schritt getan.

Schon im Kommunalwahlkampf 2020 waren sich die Parteien in der Diagnose weitgehend einig: Für Freizeit-Radfahrer ist Castrop-Rauxel eine ausgezeichnete Stadt. An der Emscher lässt es sich ausgezeichnet fahren und auch anderswo gibt es gute Radwege.

Anders sieht es dagegen im Berufsverkehr aus. Das Fahren entlang von B235, Altstadtring oder Wartburgstraße ist ein sehr begrenzter Spaß. Diese Straßen sind einfach deutlich stärker auf den Autoverkehr ausgelegt, als dass sie für Radfahrer gemacht wären.

Nun geht es mit dem Umbau des Altstadtrings zwar nur auf einer der Hauptverkehrsstraßen so richtig los, aber wenn tatsächlich ab Frühjahr 2022 die Straße bis zum Engelsburgplatz fahrradfreundlich umgebaut würde, dann wäre ein wichtiger Anfang gemacht.

Es geht oft nur um Teilstücke

Doch damit der Radverkehr in Castrop-Rauxel wirklich besser laufen kann, darf das Ganze kein Stückwerk bleiben. Tatsächlich ist es nämlich heute eines der größten Probleme bei der Rad-Förderung, dass es oft um Teilstücke geht. Plötzlich ist ein Stück Straße rot bemalt, der Radfahrer freut sich. Und dann, zack, ist der Radweg auch ganz plötzlich wieder zu Ende und man darf entweder auf dem breiten Bürgersteig hoffen, dass kein Wagen aus der Ausfahrt schießt oder muss zurück auf die Straße.

Also: Wenn die Umgestaltung des Altstadtrings wirklich beginnt, ist das ein Anfang, der den Mobilitäts-Bedürfnissen der Zeit Rechnung trägt. Für einen echten Erfolg aber darf der Umbau nicht mehr als ein Startschuss sein.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Fühlt sich in Castrop-Rauxel und im Dortmunder Westen gleichermaßen zu Hause. Mag Politik, mag Kultur, mag Sport, respektiert die Wirtschaft und schreibt zur Not über alles, was anfällt.
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Matthias Langrock

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