Vegetarisch leben kann herausfordernd sein, ist aber der einzig richtige Weg findet unsere Kommentatorin Nora Varga. © Rebekka Wölky
Meinung

Wem das Tierwohl am Herzen liegt, der muss Vegetarier werden

Nach dem Tierquäler-Skandal in Werne stellt sich Frage, wie man das Tierwohl beim Einkauf schützen kann. Für unsere Kommentatorin Nora Varga gibt es nur eine Lösung: Vegetarier werden.

Wem das Wohl der Tiere wirklich am Herzen liegt, der sollte kein Fleisch mehr essen. Für jedes Steak stirbt ein Tier. Wer Fleisch isst, der lebt mit dem Mord an einem Lebewesen. Ein Lebewesen, das fühlt und vor allem nicht freiwillig gestorben ist. Wer sagt: „So war das in der Evolution schon immer“ macht es sich zu leicht. Die Menschheit hat sich weiterentwickelt. Wir sind keine Affen mehr, die nur triebgesteuert und unreflektiert handeln.

Die Leichen von Tieren zu essen mag einmal Teil unseres Wesens gewesen sein. Aber in unserer Gesellschaft hat der Fleischkonsum mit Bärchen-Wurst und Pressschnitzel nichts mehr mit dem Leben und Sterben eines Tieres zu tun. Jeder, der sich vor ein Kälbchen stellen, ihm in die Augen schauen und sagen kann: „Dich will ich essen“ ist zumindest ehrlich. Wahrscheinlich können das aber nur die Wenigsten.

Die Bilder aus Werne sind grausam, aber es sind nicht die ersten Bilder dieser Art. So schockiert nun alle aufschreien: Es ist kein Geheimnis, dass die Fleischindustrie eine Katastrophe ist. Der einzige Weg, sicher zu sein, ist kein Fleisch mehr zu essen, denn egal welches Siegel auf dem Fleisch klebt: Tierquäler wie in Werne kann es überall geben. Vegetarier sein ist eine Umstellung. Aber am Ende zahlt es sich aus, denn kein Lebewesen musste sterben, damit ich für zwei Minuten ein Wurstbrot genießen kann.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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