1:2 gegen Billerbeck: Edels schwere Verletzung lässt Wüllener Pleite noch schwerer wiegen

Fußball-Bezirksliga 11

Eine geringe Effektivität und individuelle Fehler führten zu einer weiteren Heimniederlage Wüllens gegen Billerbeck. Dazu muss der TuS den langfristigen Ausfall von Alex Edel verkraften.

Ahaus

, 15.09.2019, 00:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
1:2 gegen Billerbeck: Edels schwere Verletzung lässt Wüllener Pleite noch schwerer wiegen

Großes Pech hatte Alexander Edel (l.): Nach einem dreifachen Jochbeinbruch wird sich der Stürmer einer Operation unterziehen müssen. Die Personallage beim TuS Wüllen bleibt angespannt. © Sascha Keirat

Gleich zwei Hiobsbotschaften musste Uwe Stampfer, Trainer des TuS Wüllen, am Freitagabend verarbeiten: Zum einen verpasste es der Bezirksligist, die erhofften wichtigen Heimpunkte gegen den VfL Billerbeck einzufahren. Dann ereilte ihn noch die späte Kunde, dass sich Routinier Alexander Edel bei einem Kopfballduell gleich einen dreifachen Jochbeinbruch zugezogen hatte. Der längerfristige Ausfall der Offensivkraft machte die bittere 1:2-Niederlage am sechsten Spieltag noch schmerzhafter.

"Müssen jetzt zusammenrücken"

„Wir müssen jetzt gemeinsam mit der Reserve noch enger zusammenrücken und die Ausfälle gemeinsam kompensieren“, fasste Stampfer die aktuelle Lage zusammen. Positiv stimmte ihn der Umstand, dass seine Elf auch bei 0:2-Rückstand Moral zeigte - anders als noch in der Vorwoche gegen Reken an gleicher Stelle. Dabei hatte alles verheißungsvoll begonnen: Ein erster Eckstoß von Christian Theuring klatschte an den Pfosten (1.), dann verzog Edel knapp (17.).

In der Folge kam der Gast besser ins Spiel und nutzte den ersten Fehler des TuS umgehend aus: Nach gewonnenem Zweikampf auf der rechten Bahn flankte Matthias Möllering auf Leon Holtmann, der den Ball über die Linie drückte (33.). Der VfL hatte weitere Chancen, aber mit dem Pausenpfiff besaßen Theuring und Paul Vortkamp im Doppelpack die Gelegenheit zum Ausgleich. Das wäre ein optimaler Zeitpunkt gewesen.

Wüllen steckt nicht auf

Nach dem Seitenwechsel hatte dann Christopher Behrendt den Ausgleich auf dem Fuß (50.) – das Tor fiel aber wieder auf der anderen Seite. Nun vollstreckte Leon Zeug eine saubere Auflage von Calvin Majewski (60.). Wüllen gab nicht auf, es tat sich aber weiter schwer, echte Chancen herauszuspielen. Billerbeck verteidigte den Vorsprung aber auch souverän. Der späte Anschlusstreffer durch Felix Hemling nach einem Konter kam zu spät (89.).

Uwe Stampfer sah durchaus mehr Optionen für sein Team in diesem Spiel. „Billerbeck war ja nicht viel besser, aber cleverer. Es bleibt dabei: Die wenigen Chancen, die wir uns aktuell erarbeiten, müssen wir effektiver nutzen. Da uns das wenig gelingt, müssen wir vor allem die individuelle Fehlerquote deutlich minimieren.“ Der TuS Wüllen verharrt nach dieser dritten Saisonniederlage auf einem Abstiegsplatz, Billerbeck bleibt oben dran.

TuS Wüllen – VfL Billerbeck 1:2
Tore: 0:1 Leon Holtmann (33.); 0:2 Leon Zeug (60.); 1:2 Felix Hemling (89.).

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