1:4 gegen Hiltrup: Kein Geschenk für Vredens Obmann Ede Kampshoff

Fußball-Westfalenliga

Zum Saisonstart unterlag die SpVgg dem TuS Hiltrup nach schwacher Vorstellung mit 1:4. Obmann Ede Kampshoff musste das Unheil an seinem 70. Geburtstag mitansehen.

Vreden

, 10.08.2019, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
1:4 gegen Hiltrup: Kein Geschenk für Vredens Obmann Ede Kampshoff

Geknickt sackten die Vredener Spieler, hier Tim Schücker, René Beuting und Stephan Hartmann, nach dem Schlusspfiff zusammen. © Sascha Keirat

Einen Sieg zu seinem 70. Geburtstag hatte sich Ede Kampshoff gewünscht. Doch diesen Wunsch konnte die Westfalenliga-Elf der SpVgg Vreden ihrem Fußballobmann am Samstag nicht erfüllen. Beim 1:4 gegen den TuS Hiltrup zum Saisonauftakt im Hamalandstadion präsentierten sich die Blau-Gelben in ganz schwacher Verfassung.

Obmann Ede Kampshoff ist gleichzeitig Stadionsprecher der SpVgg. In seiner Sprecherkabine fanden sich schon vor dem Spiel einige Präsente – sogar die Gäste aus Hiltrup hatten ihm eine Flasche Sekt mitgebracht. Auch auf dem Platz zeigten sich die Hiltruper später in Geberlaune, als sich Keeper Romain Böcker einen harmlosen Rückpass unbedrängt ins eigene Tor beförderte. Das war das 1:1 in der 26. Minute, doch mehr sollten die Gäste den Vredenern nicht zugestehen.

1:4 gegen Hiltrup: Kein Geschenk für Vredens Obmann Ede Kampshoff

Kaum einen Stich sahen die Vredener um Niklas Niehuis (2.v.l.) gegen die Hiltruper. © Sascha Keirat

Das umgekehrte Bild im Vredener Strafraum: Insbesondere Stürmer Luca de Angelis hatte hier viel zu viele Freiräume. Zunächst stoppte Innenverteidiger Bas Reekers den Angreifer zweimal in höchster Not, dann ging sein Kopfball übers Tor von Ricardo Ottink. Doch der war in der 24. Minute machtlos, als de Angelis frei vor ihm auftauchte und zum 0:1 ins lange Eck traf. Ede Kampshoff sagte den Treffer etwas widerwillig durch – zwei Minuten später hellte sich die Stimme des Stadionsprechers schon deutlich auf, als er den Ausgleich durch die Lautsprecher verkündete.

Keinerlei Vredener Torgefahr

Doch eigene Torgefahr erzeugte die SpVgg übers gesamte Spiel nahezu gar nicht – ein Kopfball von Reekers im zweiten Durchgang war der einzige Versuch, der aufs Tor kam.

Auf der anderen Seite nutzte de Angelis seine Freiheiten ein zweites Mal, erneut blank vor Ottink, zum 1:2 (39.) Und damit nicht genug: In der 41. Minute schloss die Nummer 9 der Gäste einen Gegenangriff über die linke Seite zum 1:3-Pausenstand ab (41.). Diesen Treffer sagte Kampshoff schon gar nicht mehr durch.

Wer nach Wiederanpfiff auf eine Reaktion der Gastgeber gehofft hatte, wurde nach nicht mal einer gespielten Minute im zweiten Durchgang enttäuscht. Michael Fromme tanzte Bas Reekers aus und netzte zum 1:4 ein.

1:4 gegen Hiltrup: Kein Geschenk für Vredens Obmann Ede Kampshoff

Obmann Ede Kampshoff konnte an seinem 70. Geburtstag trotz der Pleite noch lächeln. © Sascha Keirat

Diesen Vorsprung verwalteten die Hiltruper bis zum Schluss clever. Bei der SpVgg, die keinen Weg fand, ins Spiel zurück zu kommen, schlich sich mehr und mehr Frust ein. „Das war schon ernüchternd, Hiltrup war dem fünften und sechsten Tor näher als wir dem zweiten“, hielt Trainer Rob Reekers fest. „Man kann verlieren, aber nicht so. Das war an allen Fronten zu wenig, darüber müssen wir sprechen.“

Ede Kampshoff sah „einfach zu viele Fehler“ bei seinen Vredenern. Doch vor der anstehenden Feier am Abend im Vereinsheim wollte sich der Jubilar die Stimmung trotzdem nicht verderben lassen.

SpVgg: Ottink - Worms, Reekers, Enning, Schücker - Niehuis, Hartmann, Wüpping (46. Beuting), Beverborg (46. Kondring) - Korthals (65. Wilkes), Bolat

Tore: 0:1 de Angelis (24.); 1:1 Eigentor (26., Böcker); 1:2 de Angelis (39.); 1:3 de Angelis (41.); 1:4 Fromme (46.)

Zuschauer: 200

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