Abenteuer Oberliga – das erwartet die SpVgg Vreden in der neuen Klasse

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So oder so wäre ihre erste Oberligasaison für die SpVgg Vreden eine besondere geworden. Doch die Coronakrise macht sie noch spezieller. Allein schon wegen der immensen Größe der Liga.

Vreden

, 17.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Saisonabbruch und Aufstiegsregelung des westfälischen Verbands haben die SpVgg Vreden erstmals in ihrer Klubgeschichte zum Oberligisten gemacht. Diese Regelung, in der es bis auf die freiwilligen Absteiger keine gibt, sorgt an vielen Stellen auch für größere Ligen. Im Fall der Oberliga für eine deutlich größere.

In der abgebrochenen Spielzeit waren noch 18 Teams in der Oberliga Westfalen vertreten. Der SC Wiedenbrück und RW Ahlen steigen in die Regionalliga auf. Neben den Vredenern kommen Ligakonkurrent Victoria Clarholz und SG Finnentrop/Bamenohl aus der Westfalenliga 2 als Aufsteiger neu hinzu. Außerdem hat sich die SG Wattenscheid freiwillig aus der Regionalliga zurückgezogen und tritt künftig in der Oberliga an. Dem Vernehmen nach soll der TuS Haltern das gleiche planen.

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Würde dieser Fall eintreten, würden in der kommenden Saison ganze 21 Mannschaften in der Oberliga auflaufen. Dass die Saison voraussichtlich nicht vor September anfängt, dürfte zusätzlich für einen ganz engen Terminkalender sorgen. Die Vredener, neben der Liga auch im Kreis- und eventuell Westfalenpokal gefordert, müssen sich also auf ein echtes Hammerprogramm einstellen.

„Natürlich wird es ein paar Englische Wochen geben“, weiß der zweite Vorsitzende der SpVgg, Christian Bengfort. Genauso wie Klubchef Christoph Kondring sieht er aber erst einmal die positiven Aspekte des Aufstiegs. „Es sind ein paar richtig namhafte Gegner dabei. Spiele wie gegen Wattenscheid, Siegen oder Gütersloh werden sicher tolle Erlebnisse für unsere junge Truppe“, so Kondring. Aber auch auf die Duelle mit alten Bekannten wie den FCE Rheine, den SV Schermbeck oder Preußen Münster II freuen sich die Vredener.

SpVgg hat schon Oberliga-Erfahrung im Kader

Und obwohl das SpVgg-Team sich durch die Abgänge der erfahrenen Nico Klein-Günnewick, Mario Worms und Cihan Bolat weiter verjüngt hat, weisen bereits ein paar Spieler Oberliga-Erfahrung vor: Niklas Hilgemann, Dennis Wüpping, Tim Schücker und Timo Grabowsky spielten schon mit dem SuS Stadtlohn in der fünften Liga, Bas Reekers mit dem 1. FC Bocholt. Ein Trumpf für die SpVgg könnte in der neuen Klasse sein, dass das Team zum größten Teil zusammenbleibt. In vielerlei Hinsicht.

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„Da sich unsere Mannschaft ja kaum verändert, werden auch die Kosten nicht viel höher werden“, sagt Christian Bengfort. Allerdings komme an Nebenkosten, allein schon wegen der Vielzahl an Auswärtsfahrten, einiges hinzu. Die Eintrittspreise werde die SpVgg „im Rahmen der Verbandsvorgaben etwas anpassen“, wie Christoph Kondring erklärt. Und das Thema Zuschauer ist für ihn ein ganz wichtiges. „Ich hoffe doch sehr, dass bis September wieder mehr als 100 Zuschauer kommen dürfen. Ansonsten macht es wenig Sinn, in die Saison zu starten.“

Grundsätzlich sei der Verein gut für die neue Spielklasse gerüstet. An Infrastruktur muss die SpVgg keine besonderen Maßnahmen ergreifen. Die Renovierung der Stehtribühne vor dem Vereinsheim sei ohnehin geplant gewesen. Kondring: „Bis auf das Oberliga-Emblem, das wir auf die Trikotärmel nähen lassen müssen, wird sich wenig verändern.“

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