Absolut kurios: So zogen Thomas Ring und seine Elf ins Pokalfinale ein

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Eigentlich war für die B-Junioren der JSG Weseke/Südlohn/Oeding schon in der Qualifikation zur Hauptrunde Schluss. Dank kurioser Umstände steht das Team um Coach Thomas Ring jetzt im Endspiel.

Südlohn

, 23.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pokalsaison schien für die B-Junioren der JSG Weseke/Südlohn/Oeding am 2. Oktober beendet. Mit 0:4 hatten sie gegen Wesfalia Gemen verloren und damit die Hauptrunde verpasst. Im Kreis Recklinghausen, wo die JSG bei den B-Junioren antritt, weil Adler Weseke hier der federführende Verein der Spielgemeinschaft ist, verläuft die Pokalsaison nach einem anderen Modus als in Ahaus/Coesfeld. So müssen sich die unterklassigen Mannschaften zunächst in vier Spielrunden für das Viertelfinale qualifizieren, wo dann die höherklassigen Teams dazustoßen.

In Runde eins gelang der JSG ein klares 8:1 gegen Velen-Hochmoor, in Runde zwei ein 1:0 bei Teutonia Waltrop und in Runde drei ein 6:0 über die JSG ETuS-Lippramsdorf. Mit dem 0:4 gegen Westfalia Gemen war dann Endstation – eigentlich.

Per Los ins Viertelfinale

Doch weil nicht genügend Teams in der Hauptrunde vertreten waren, holte das Los einen der Verlierer der letzten Qualispiele zurück in den Wettbewerb. Dieses Glück hatte die Mannschaft des Oedinger Trainers Thomas Ring. Und im Viertelfinale ging es kurios weiter: Bezirksligist SpVgg Erkenschwick scheute laut ihrem Trainer die weite Reise an die niederländische Grenze und trat gar nicht erst an. Somit stand die Ring-Elf im Halbfinale.

Hier bot sich die Chance zur Revanche gegen Westfalia Gemen. „Wir haben aus dem ersten Spiel gegen Gemen die richtigen Lehren gezogen“, so Thomas Ring, dessen Team sich diesmal mit 2:0 behauptete. Sebastian Meye und Tjorven Wensing machten mit ihren Treffern den Finaleinzug perfekt.

Finalgegner spielt vier Klassen höher

Dort wartet nun am Samstag in Marl mit dem VfB Waltrop der absolute Titelfavorit. Das Team spielt in der Westfalenliga und somit vier Klassen höher als die JSG Weseke/Südlohn/Oeding. „Für unsere Jungs ist es das Spiel des Lebens“, sagt Trainer Ring. „Sie haben sich das Finale verdient, weil sie schon die ganze Saison über einen guten Job gemacht haben und im Pokal auch das nötige Losglück hatten. Jetzt sollen sie vor allem Spaß haben.“

Die Mannschaft, bestehend aus zwölf Südlohnern, vier Oedingern und zwei Stadtlohnern, muss dabei ohne ihren Chefcoach auskommen und wird von Co Frank Gehling (früher unter anderem Verbandsligaspieler beim SC Südlohn) betreut. Ring hatte schon seit Längerem einen Wochenend-Trip gebucht. „Dass wir ins Finale kommen, damit konnte ich natürlich überhaupt nicht rechnen. Aber Frank und die Jungs werden das schon machen.“

Dass die JSG die übermächtigen Waltroper besiegen kann, scheint nahezu unmöglich. Zur bisherigen Pokalsaison der JSG würde es aber passen.

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