Adventslauf und Silvesterlauf stehen im Moment noch auf der Kippe

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Sehr viele Stadienveranstaltungen im Leichathletikkreis Ahaus-Coesfeld sind inzwischen bis Ende Oktober abgesagt. Sorgen machen den Verantwortlichen nach wie vor die Volksläufe.

Stadtlohn, Vreden

, 15.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Volksläufe stehen im Verbreitungsgebiet noch im Laufkalender für das Leichtathletik-Jahr 2020. Das sind der 5. Ellewicker Adventslauf am 12. Dezember und die 37. Auflage des Stadtlohner Silvesterlaufs am 31. Dezember, den die Laufabteilung des SuS Stadtlohn ausrichtet. Ob die beiden Laufveranstaltungen aber wirklich so wie geplant über die Bühne gehen können, ist aber – Stand 14. Juli – noch nicht sicher.

Adventslauf auf der Kippe

„Im Moment seht unser Adventslauf noch auf der Kippe“, sagt Klaus Schlüter vom Organisationsteam des ASV Ellewick. „Wir müssen sehen, ob und wie sich so eine Veranstaltung in der Corona-Zeit durchführen lässt. Dazu müssen wir die weitere Entwicklung in Deutschland abwarten. Wir brauchen mit unserem kleinen Team zwei Monate für die Vorbereitung. Ich denke, Mitte bis Ende September wird die endgültige Entscheidung fallen. Wir müssen sicherstellen, ob wir alle Vorgaben umsetzen können, um die Veranstaltung genehmigt zu bekommen.“ Die Online-Anmeldung ist weiter offen. Startgelder werden aber erst fällig, wenn wirklich gelaufen werden kann.

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Die Ellewicker hatten sich für ihr Jubiläumsjahr 2020 viel vorgenommen. „Dann haben wir aber am 15. März das gemeinsame Training einstellen müssen. Ein paar unserer Triathleten haben sich weiterhin noch auf den Frankfurt-Triathlon vorbereitet. Nach der Absage war viel mehr Zeit für Familie und Freunde“, so Schlüter. Erst vor drei Wochen sind die ASV-Aktiven wieder ins gemeinsame Training eingestiegen.

Abgespeckte Version mit gestaffelten Startzeiten?

„Großveranstaltungen sind noch bis Ende Oktober verboten“, sagt Nina Martinko von der Laufabteilung des SuS Stadtlohn. „Wir haben den Silvesterlauf im Laufkalender eingetragen. Jetzt müssen wir abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt. Vielleicht können wir ja den Silvesterlauf 2020 in einer abgespeckte Version mit gestaffelten Startzeiten durchführen. Ein gemeinsames Treffen der Langstreckler in der Burgsporthalle nach den Starts kann ich mir im Moment aber nicht vorstellen.“

Der SuS Stadtlohn benötigt acht Wochen für die Laufvorbereitungen und wird im Oktober entscheiden, ob Silvester 2020 in Stadtlohn gelaufen werden kann.

Ein Blick auf den Terminkalender des Leichtathletik-Kreises zeigt, dass sehr viele Veranstaltungen bis Oktober abgesagt sind.

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Kreisvorsitzender Ingo Röschenkemper zeigt sich aber zuversichtlich. „Wir wollen bis zum Ende des Jahres noch einige Leichtathletik-Veranstaltungen in den Stadien durchführen. Dann aber in verkleinerter Form, damit die Ausrichter die Corona-Auflagen so umsetzen können, dass die Gemeinden grünes Licht geben.“ Die neue Corona-Verordnung mit bis zu 300 Zuschauern sei dabei für die Vereine schon eine große Erleichterung. Zudem arbeite der Verband auch an einem Straßenlaufkonzept. Vielleicht gebe es ja aber auch bald weitere Lockerungen.

Problem beim Volkslauf: Die Zuschauer müssen erfasst werden

„Die Volksläufe machen uns aber im Moment noch Probleme, da die Ausrichter nach wie vor alle Zuschauer erfassen müssen. Das ist an Start und Ziel machbar. Das ist aber entlang der Strecke nur sehr schwer zu realisieren“, so Röschenkemper weiter. „Zudem wollen die Breitensportler gern in Gruppen laufen und nicht zu verschiedenen Startzeiten und unter Corona-Abstandsregeln. Wenn man die Volksläufe zu stark reguliert, werden viel weniger Langstreckler an den Start gehen wollen.“

Röschenkemper hofft auf die Bundesliga-Fußballer als Eisbrecher. „Die Vereine haben viel Macht. Wenn die Zuschauer wieder in die Stadien kommen können, wird es auch für uns leichter.“

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